Tour-Schmiede Reichswald
Murcia, Spanien - Internationaler kann man seine Profi-Karriere nicht starten. 210 Spielerinnen aus 35 Nationen, zierten die Startliste, mittendrin Stephanie Kirchmayr vom GC Reichswald. Sie wechselte erst am 2. Januar 2012 ins Profi-Lager, und stützte sich gleich vom 8. bis 11. Januar ins kalte Wasser der Qualifying School der Ladies European Tour.
Zuvor hatte sie einige Übungs-Putts auf eben dem Green des La Manga Clubs gemacht, auf dem 2005 ihr Clubkamerad Bernd Ritthammer seine Profikarriere begann. Es sollte ein gutes Omen werden. Denn Steffi schaffte nicht nur die vier Runden der PreQuali, sondern mit vier soliden weiteren Runden auch die Finalrunde der 50 Besten.
Mit Craig Miller, Head Pro aus Herzogenaurach, war Steffi Kirchmayr nach Spanien angereist. Sie hatte sich diesmal gründlicher vorbereitet. Nach einer erfolgreichen Amateurkarriere („Dem DGV und Coach Markus Neumann habe ich viel zu verdanken.“) und der Station Campus-Golf in South Carolina, USA ist Steffi endlich dort angekommen, wohin sie sich längst orientiert hatte. Auf die höhere Ebene ihres Sports. „Sie hat nun die spielerische und mentale Reife“, meint Craig Miller, und fügt an, „ihren weiteren Werdegang sehe ich sehr erfolgversprechend“.
Schon auf den ersten Runden zeigte sie sich - „Ich war gar nicht nervös“ – sehr stabil, und legte mit Rang sechs einen vielversprechenden Auftakt hin.
Bei der UniCredit Ladies German Open in Gut Häusern durfte sie schon vier Mal als Amateur die raue Luft der Profis schnuppern. Alles aber noch unter der Obhut des DGV. Versorgt mit Trainer, Physiotherapeuten, Mental Coach und einer guten Organisation im Hintergrund. Da ließ es sich „ohne große Sorgen“ , so Steffi, golfen. Nun ändert sich das Umfeld. Eigeninitiative ist gefragt. Gute Berater ebenso. Dieser neuen Dimension gilt es schnell gerecht zu werden.
Noch prangte das DGV Logo auf Steffis Bag. Auch das wird sich ändern.
Stephanie Kirchmayer