Rückkehr
Deutscher Meister 2011: Max Krämer
Die Oma hielt sich vorerst zurück und beobachtete ihren Enkel Max beim Handball. Es sollte nicht lange dauern und es fiel eine Entscheidung. „Ich war relativ klein und schmächtig, meiner Großmutter war es zu gefährlich, also hat sie mich zum Golf mitgeschleift”, erinnert sich Max Krämer an seine Anfänge im GC Haghof.
Das war 1999. Damals konnte er mit dem Sport so gar nichts anfangen, zwölf Jahre später stellt sich die Situation ganz anders dar. Krämer ist jetzt 21 Jahre alt, hat Handicap +3, sicherte sich 2011 den Titel bei der Deutschen Meisterschaft der Herren und wurde nach einer erfolgreichen Saison in den Herren-Nationalkader für 2012 berufen.
Ziel. „Ich möchte das Jahr im Nationalkader intensiv nutzen, um mich für die Qualifying School 2012 vorzubereiten”, sagt der zukünftige Student der Wirtschaftswissenschaften. Sein Vorbild sei PGA-Star Steve Stricker, „er spielt unscheinbar und ist immer vorne dabei“.
Den Durchbruch hat er erst spät geschafft. Womöglich gibt es gewisse Parallelen zu Krämer. Der junge Mann war von 2006 bis 2009 bereits in verschiedenen DGV-Auswahlteams, bevor es ihn an ein College in die USA zog.
„Nur bin ich in einem golferischen Tief an die Uni nach Las Vegas gekommen.“ Die amerikanische Mentalität und das Studium waren nicht sein Ding, „auch wenn die Trainingsbedingungen optimal waren”. Die Betreuung hielt sich in Grenzen, „man lernt, viel alleine zu machen”. Nach zwei Jahren war sein Gastspiel in der Glitzermetropole beendet und seitdem läuft es erheblich besser.
„Ich bin zurückgekommen und die Erfolge haben sich wieder eingestellt.” Apropos einstellen. Im Winter wird Krämer vermehrt am langen Spiel arbeiten. „Ab und zu haue ich einen Drive weg.“ Das ärgert, egal auf welchem Spielniveau.