Langer abgeschlagen

Kenny Perry

Cary, North Carolina - Eigentlich wollte Kenny Perry nach dem Tod seiner Schwester bei der SAS Championship erst gar nicht zum Finaltag mehr antreten. Kay verstarb am Samstag nach einem schweren Kampf gegen Brustkrebs. Mutter Mildred war exakt vor zwei Jahren gestorben - ebenso an Brustkrebs. Perry spielte trotzdem und holte sich seinen ersten Titel auf der Champions Tour.

"Als ich das gehört habe, war mir klar, es wird eine lange Nacht. Ich habe kaum geschlafen und wollte nur mit einem Flieger heim. Aber mein Vater war toll. Er meinte: geh' raus und spiel' für Kay." Perry machte das, spielte 2 unter (70) und holte sich den Titel vor Jeff Sluman und John Huston. "Ich war sehr ruhig, zeigte keinerlei Nerven. Ich war niedergeschlagen, aber mein Schwung war sehr rhyhtmisch, ich hatte immer die Kontrolle über den Ball."

Der 51-Jähriger, 14-facher Sieger auf der PGA Tour, hatte einen Gesamtscore vvon 11 unter Par und 205 Schlägen. Es war der höchste Siegesscore in der Turniergeschichte im Prestonwood Country Club. "Ich habe über einen Sieg zu keiner Zeit nachgedacht. Ich wollte nur, dass meine Schwester stolz auf mich ist. Mit dem Eagle an der 17 dachte ich mir, ja, ich habe gerade Unterstützung von oben bekommen."

Bernhard Langer landete abgeschlagen auf dem geteilten 49. Platz mit 4 über Par (220).