Die Wiederauferstehung des Kyle Stanley

Kyle Stanley

TPC Scottsdale, Phoenix, Arizona - Pünktlich kurz vor Beginn des größten Sportereignisses der USA, dem Superbowl, setzte Kyle Stanley einen Punkt unter die irrwitzige Sportgeschichte, die er in den letzten sieben Tagen mit Blut, Schweiß und Tränen schrieb. Rückblende: Letzten Sonntag ging Stanley mit zehn Schlägen Vorsprung auf Brandt Snedeker in die Finalrunde der Farmers Insurance Open...

Als Stanley letzte Woche die 18. Spielbahn erreichte, war der Vorsprung auf drei Schläge zusammengeschmolzen, doch das finale Par 5 in Torrey Pines gilt eher als dankbarer Birdie-Lieferant. Stanleys dritter Schlag, ein lockerer Pitch aus 80 Metern hatte jedoch zuviel Backspin und rollte an der Fahne vorbei ins vorgelagerte Wasserhindernis. Ein Strafschlag und drei Zitterputts aus acht Metern später hatte sich Stanley ein Triple Bogey gezogen. Das Stechen gegen Snedeker verlor er am zweiten Extraloch, ebenfalls dank eines Dreiputts.

Zu Beginn der Finalrunde auf dem TPC Scottsdale führte Levin das Feld souverän an, acht Schläge trennten ihn von Kyle Stanley, der von Amts wegen noch ein Trauma vom letzten Sonntag hätte haben müssen. Stanley hatte an den vergangenen drei Turniertagen sehr konstantes Golf gespielt, Runden von 69, 66 und 69 zeugten von der Klasse des Spielers, der in seinem Rookiejahr 2011 immer wieder am ersten Sieg gekratzt hatte. Spencer Levin hatte mit 65, 63 und 68 Schlägen einen gewaltigen Vorsprung herausgespielt und konnte davon ausgehen, dass der Sieg in Phoenix reine Formsache werden würde. Ebenso wie für Stanley wäre dies Levins erste Sieg auf der PGA Tour geworden. Aber eben nur "wäre" ... verfluchter Konjunktiv!

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