War at the Shore

Blick über die zweiten Neun auf das Clubhaus des Ocean Course in Kiawah Island: Austragungsort des Ryder Cup 1991

Golfen in der Charleston Area ist Golfen auf hart umkämpftem Boden. Früher mit Kanone, Muskete und Bajonett, heute mit Driver, Eisen und Putter.

Wenn es nach Bernhard Langer ginge und er einen Schlag in seiner Karriere noch einmal wiederholen dürfte, dann wäre dies nach eigenen Angaben der letzte Putt auf dem 18. Grün des Ocean Course in Kiawah Island beim Ryder Cup 1991. Damals lagen die Amerikaner 14 zu 13 in Führung und Langer musste im letzten Match des Tages gegen Hale Irwin gewinnen, um einen vollen Punkt zu holen. Das europäische Team hätte damit gleichgezogen und als Titelverteidiger den Ryder Cup behalten.

Doch Langer, der zuvor so hervorragend geputtet und mit zwei sensationell Gelochten das Match überhaupt am Leben gehalten hatte, verschob den Schlag aus knapp zwei Metern.

Was dabei gerne vergessen wird, waren die chaotischen und nervenzerreißenden Szenarien, die dieser Ryder Cup hervorbrachte und die diesem Moment vorangingen, angefangen bei krassen Fehlentscheidungen der Marshalls über Beinahe-Handgreiflichkeiten unter den Spielern, hin zu emotionalen Niedergängen wie im Match zwischen Mark Calcavecchia und Colin Montgomerie, bei dem der Amerikaner eine Führung von 4 Auf mit noch vier Löchern zu gehen vergeigte und danach eine Stunde lang weinte.

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