Harrington Teil 3: Bunker

Raus aus der Kiste

Bei Bunkerschlägen aus zehn bis 20 Metern Entfernung: Ausrichten des Körpers um rund 30 Grad links vom Ziel, geöffnetes Schlägerblatt

Ich weiß, was Sie denken: Bunkerschläge sind alles andere als lustig.

Auch mir ist inzwischen bewusst, dass der Schlag aus dem Sand zu den wohl gefürchtetsten unter Amateuren zählt, dabei ist er ein naher Verwandter des – wesentlich einfacher erscheinenden – Pitchs.

Meiner Meinung nach sind beide Schläge gleich schwierig oder gleich einfach. Wie schon beim Pitch, handelt es sich auch beim Bunkerschlag meist um eine nicht voll durchgeführte Schwungbewegung, meist – wohlgemerkt.

Auch das Set-Up ist fast identisch: Das Brustbein befindet sich an einem Punkt über bzw. ein bis zwei Zentimeter hinter dem Ball. Mit anderen Worten da, wo Sie später den Schläger in den Sand eintauchen lassen.

Bei Bunkerschlägen bis zehn Meter: Schlägerblatt und Körper sind weiter geöffnet – der Ball fliegt hoch, kurz und landet weich

Das Gewicht befindet sich zu etwa 70 Prozent auf der vorderen Körperhälfte – und dort bleibt es während der gesamten Schwungbewegung.

Der Grund: Der dadurch geschaffene Winkel Ihrer Schultern, wobei die linke tiefer als die rechte liegt (Rechtshänder), ermöglicht Ihnen eine wesentlich steilere Schwungebene und somit ein sattes Eintauchen des Schlägers in den Sand.

Jetzt nur noch das Schlägerblatt entsprechend der Spielsituation öffnen und der Ball fliegt hoch und landet sanft – ohne viel Roll. Perfekt – entsprechende Übung vorausgesetzt.

Offenes Schlägerblatt. Wie weit Sie das Schlägerblatt öffnen oder schließen hängt davon ab, ob der Ball flacher und weiter oder höher und kürzer aus dem Bunker fliegen soll.

Sequenz: 1 2 3 4 5 6

Meine Faustregel: Für jedes Grad, um das ich das Schlägerblatt öffne, drehe ich meinen Körper um ein Grad nach links vom Ziel (Rechtshänder).

Bei einem regulären Bunkerschlag aus mittlerer Distanz richte ich mich rund 30 Grad links vom Ziel aus und öffne das Schlägerblatt. Wenn der Ball flacher und weiter fliegen soll, schließe ich Stand und Schlägerblatt.

Bei kurzen Schlägen, bei denen der Ball hoch fliegen und nach der Landung möglichst schnell zum Liegen kommen soll, öffne ich Körper und Schlägerblatt weiter.