Arnold Schwarzenegger
Los Angeles, Kalifornien - Der Bundesstaat Kalifornien braucht Geld, um genau zu sein über elf Milliarden Dollar. Um diese Summe einzutreiben ist Gouverneur und Ex-Terminator Arnold Schwarzenegger jedes Mittel Recht. Kein Wunder, denn neben der desaströsen Staatsbilanz drohen jetzt auch noch die seit Wochen andauernden Waldbrände, Kalifornien in eine erste Krise zu stürzen.
Und was tut ein Staatsmann, wenn Geld benötigt wird? Richtig, er holt es sich von den vermeintlich Wohlhabenden. Im konkreten Fall von den Golfern.
Schwarzenegger plant demnach eine ab Februar 2009 in Kraft tretende Golf-Steuer für seinen Bundesstaat. Wenn das Gesetz durchgeht, sollen dann Green-Fees mit 8,75 Prozent zusätzlich besteuert werden. Dem vorausgesetzt ist, dass die generelle Steuererhöhung von 1,5 Prozent, die die "steirische Eiche" im Rahmen eines drei Jahres-Plans in Aussicht gestellt hat, verabschiedet wird.
Wie zu erwarten, sind die kalifornischen Golfplatzbetreiber alles andere als erfreut über diese Aussichten. Die Golfindustrie hat derzeit, wie auch die meisten anderen Industrien, zu kämpfen.
"Das ist ein wahrlich billiger Ansatz", so Rex Cole, Geschäftsführer des Cottonwood Golf Clubs in El Cajon. "Das ist nicht nur der ungünstigste Zeitpunkt für so eine Steuer, sie ist auch vollkommen ungerechtfertigt. Golf ist schon lange nicht mehr der "Sport der Reichen". Nicht nur die Golfanlagen haben bereits genug zu kämpfen, auch die Golfpros und überhaupt jedes Segment in der Golf-Industrie."