Alles aus einem Guss: Die Geburtsstunde eines neuen Honma-Eisensatzes
Perfektion und Präzision sind die Markenzeichen von Honma. Der japanische Schlägerhersteller ist der Bentley im Golf und feiert 2008 sein 50. Jubiläum.
Es ist diese Hingabe, diese Leidenschaft und diese Liebe zum Detail. Es ist wie bei einem Violinenbauer: Er ist Künstler und Perfektionist zugleich. Das Instrument wird liebevoll in vielen kleinen Schritten zusammengesetzt, es entsteht ein Gesamtwerk, zu dem der Meister eine ganz spezielle Verbindung aufbaut.
Er kann den Klang hören, an dem sich sein späterer Besitzer erfreuen darf. Genau so ist es bei der japanischen Edelschmiede Honma. Die Japaner streben nach absoluter Perfektion. Das Wort Massenproduktion steht auf dem Index. Die Philosophie von Honma-Präsident Takashi Lee ist einfach: „Keine Kompromisse. Keine automatisierten Lösungen. Massenhersteller versuchen Fehler des Menschen zu vermeiden. Wir hingegen möchten die Begabungen unserer Mitarbeiter für uns nutzen.“
Präzision auf höchstem Niveau: Honma-Schläger gehen durch die Hände von 400 Mitarbeitern
Handarbeit. Die Japaner gehen gegen den Trend der Konkurrenz mit Robotertechnologien und liegen damit in ihrem Segment voll im Trend. Ein Honma-Satz ist nicht günstig, dafür erhalten Honma-Kunden aber auch maßgefertigte Schläger in höchster Qualität.
Es ist vergleichbar mit der Automobilindustrie: Das Gefährt vom Band ist gut oder auch sehr gut. Allerdings ist es weit entfernt von einem Bentley oder Rolls Royce.
Für Edelmarken muss der Kunde einfach tiefer in die Tasche greifen – eben auch bei Golfschlägern.
Produktions-Zentrale im Norden Japans: Alles aus einer Hand
Der Beginn. In Sakata, der Produktionsstätte im Nordwesten Japans, und in der Firmenzentrale in Tokio steigt in diesem Jahr ein großes Jubiläum: Honma wird 50 Jahre alt und hat sich als die Luxusmarke der Schlägerhersteller etabliert.
1958 eröffneten die Honma-Brüder, Mitglieder einer über Jahrhunderte hinweg berühmten Kaufmannsfamilie, eine Driving Range in Tsurumi, Yokohama. Es folgte 1959 die Gründung des Tsurumi Golfcenters und 1963 die Honma Golf Club Manufacturing Co. Im Jubiläumsjahr hat das japanische Unternehmen fast 800 Angestellte.
Das Herzstück sind die 100 „Schlägerbaumeister“, sie stehen über den 300 Mitarbeitern und überwachen jeden der 200 Arbeitsschritte ganz genau. Erst wenn die Meister grünes Licht geben, sind alle Qualitätsprüfungen abgeschlossen und die Schläger erhalten den wichtigen Schriftzug: „Made in Japan, Sakata.“ Dieser Satz ist Gütesiegel und Stolz der Schlägerbaumeister zugleich.
Weniger ist mehr: Keine Massenproduktion, dafür höchste Qualität
Ausblick. Firmenchef Takashi Lee möchte auch in den kommenden 50 Jahren die Golfindustrie mit seinen Produkten maßgeblich beeinflussen. Seine Kunden sollen strahlend und zufrieden über den Platz gehen.
Honma-Pros. Die Japaner halten sich mit Ausrüsterverträgen sehr zurück, investieren lieber ins Produkt. Noch zu Persimmon-Zeiten wurde Kelly Murray mit Honma mehrfacher Drive-Weltmeister. Momentan konzentriert man sich ausschließlich auf asiatische Spieler wie Zhang Lian-Wei, Liang Wen Chong oder Mi-Hyun Kim.