Salobre Golf Resort & Spa: Einer der Top-Plätze auf Gran Canaria
Die Pauschaltouristen-Hochburgen Gran Canaria und Fuerteventura haben große Pläne mit dem kleinen weißen Ball. Geld und Mühen scheinen dabei auf den Vulkaninseln westlich des afrikanischen Kontinents keine Rolle zu spielen.
Besonders für Gran Canaria lautet die Devise dabei „Big and Bigger“. Entsprechend entstehen im touristischen Süden der Insel zum Teil gigantische Golf-Parks. Die Anstrengungen, der kargen und felsigen Insel eine grüne Bühne für den boomenden Golfsport zu bereiten, sind dabei immens.
Mit Meloneras-Golf, Sheraton Salobre Golf Resort & Spa und Anfi Tauro Golf, um nur einige zu nennen, sind hier brandneue Courses nebst touristischer Infrastruktur entstanden, die Gran Canarias Golf-Image aufpolieren sollen.
Luxus direkt am Golfplatz: Das 5-Sterne Hotel Elba Palace Golf
Während die Baumaßnahmen im 80-Millionen-Großprojekt Anfi Tauro (5-Sterne-Hotel, Marina, Ferienhaussiedlungen) beispielsweise noch laufen, lockt das Fünf-Sterne Sheraton-Salobre bereits mit 27 wunderschönen Löchern inmitten der Berglandschaft und mondäner Luxushotelerie.
Arizona-Feeling. Eine Nummer dezenter, dafür umso sympathischer, geht es auf Gran Canarias Schwesterinsel zu: Vor Jahren noch ein weißer Fleck auf der Golflandkarte, entwickelt sich Fuerteventura mehr und mehr zum Geheimtipp unter Golfreisenden. Besonders jetzt, wo Anfang 2008 im Süden der Insel der Jandia Golf Course seine Fairways eröffnete und damit endlich auch an der Südspitze der Insel Golfspielen möglich ist.
Ron Kirby, zuvor Manager bei Jack Nicklaus Golf Course Design, entwarf die 18-Loch-Anlage (Par 71, 5.857 Meter), die nur zwei Kilometer entfernt vom berühmten Jables Beach liegt.
Optischer Leckerbissen: Golf Salinas de Antigua
Was alle Plätze auf Fuerteventura gemein haben, ist das Arizona-Feeling. Und das liegt nicht nur an den Cardones, den überdimensionalen Kakteen. Die weiten und zum Teil noch unverbauten Blicke über die Vulkaninsel lassen einen zur Ruhe kommen.
„Zwar haben auch hier die Tourismus-Manager große Ziele, doch will man die Natur so weit wie möglich integrieren“, erklärt Jota Cabrera Bonny, verantwortlicher Manager von Fuerteventura Tourismo. So soll auch das nächste Golf-Projekt, im Norden der Insel bei Coralejo, behutsam und umweltverträglich umgesetzt werden.
Ein Prunkstück ist zweifelsohne das noble Elba Palace Golf Resort, das auch gleichzeitig Club haus des Fuerteventura Golf Clubs ist. Hier beginnt direkt neben der Veranda der 2002 eröffnete 18-Loch-Platz, der wegen des meist starken Windes jedoch mit Vorsicht zu genießen ist.
„Besonders wenn der Wind von der Seite kommt, sollte der Driver im Bag bleiben“, rät der deutsche Golf-Pro Mark Hocker, der den gesamten Par 70-Platz grundsätzlich nur mit Eisen spielt.
Atlantik-Optik: Golf Salinas de Antigua
Eine besondere Herausforderung stellen hier die Dogleg-Löcher 17 und 18 dar. Auf Letzterem geht es für Mutige über eine Reihe von Appartements. Nicht selten sollen hier schon Fensterscheiben zu Bruch gegangen sein. Besser für alle Beteiligten: Man bleibt bescheiden und wählt den sicheren Weg.
In direkter Nachbarschaft zum Elba Palace erstreckt sich der Golf Club Salinas de Antigua mit seinen 18 Löchern. Auch hier schmeckt der Café con leche nach der 5.550 Meter langen Par 70-Runde auf der Clubhaus-Terrasse mit Blick auf den strahlend blauen Atlantik bestens. Zwischen schwarzem Lavagestein und Kakteen schlängelt sich der Kurs malerisch und küstennah durch die flache Ebene.
Arizona-Feeling: Playitas Golf
Schmuckstück. Auch die Mitte der Insel hat ihren golferischen Charme: Unweit von Tuineje öffnet gerade ein wahres Schmuckkästchen seine Pforten: Das Playitas Grand Resort, das 2009 mit 18 Löchern die Golferherzen erobern möchte, hat dazu beste Karten.
Die bereits fertiggestellten sechs Löcher machen schon jetzt Lust auf mehr. Wenn die weiteren zwölf Bahnen das Niveau halten werden, und daran hat man beim Blick auf die von schwarzen Lava-Bergen gesäumte Landschaft keine Bedenken, wird der Playitas Golfkurs sicher ein voller Erfolg.
Wohnen am Golfplatz: Playitas Golf
Hier ist man von dem hektischen Treiben des Massentourismus sprichwörtlich meilenweit entfernt. Kaum ein Motorengeräusch trübt die morgendliche Stille.
„Sobald der derzeit noch im Rohbau befindliche Komplex des Hotels vis-à-vis des Clubhauses fertiggestellt sein wird, wird auch die Oase Playitas sicher zum Geheimtipp avancieren“, ist Club-Pro Murdo McCorquodale überzeugt.
Das sind die Kanaren für Golfer ohnehin immer noch. Aber, ähnlich wie es die Türkei erfolgreich vorgemacht hat, wird sich dies auch hier mit Sicherheit schnell ändern.