Phil Mickelson
Rancho Santa Fe, Kalifornien - Wenn es einen Golfer auf der amerikanischen Tour gibt, der kommende Saison etwas zu beweisen hat, dann ist es wohl am ehesten Phil Mickelson. Zwar gewann der Linkshänder in diesem Jahr zwei Turniere (Northern Trust Open, Crowne Plaza Invitational), jedoch keines mehr, seitdem sein härtester Konkurrent Tiger Woodds sich wegen einer Knieverletzung von der Tour verabschieden musste.
Auch die Bilanz bei den Majors lässt ein wenig zu wünschen übrig: Während der vergangenen elf Austragungen war Mickelson stets ohne Erfolg, in diesem Jahr dominierte hier Padraig Harrington das Geschehen.
Beim Ryder Cup stahlen dem charismatischen Lefty Spieler wie Anthony Kim, Hunter Mahan oder Bo Weekley die Show und jetzt hat ihn auch noch Sergio Garcia vom zweiten Platz in der Weltrangliste vertrieben. Plötzlich erscheint der Superstar gar nicht mehr so super ...
Das ist schlecht, denn die Tour braucht einen starken Phil Mickelson. Die Fans wollen einen starken Phil Mickelson und nicht zuletzt möchte auch Tiger Woods einen starken Phil Mickelson - oder man stelle sich nur einmal Tom und Jerry ohne Tom vor ...
Mickelson gibt seinem Putter die Schuld: "Ich habe dieses Jahr eingentlich ganz gut gespielt. Zumindest, was die Abschläge und meine Eisen angeht. Nur auf dem Grün hat mich mein Putter ziemlich im Stich gelassen. Ich werde mich demnach mehr um mein Putten kümmern müssen."
"Mein Trainer Dave Pelz und ich haben viel Zeit im Vorfeld des Ryder Cup damit verbracht, mein Putting auf Vordermann zu bringen. Wir sind uns beide einig, dass dies der Bereich meines Spiels ist, in dem ich die meisten Vortschritte machen kann und muss."
Auf die Frage, wie er über die Abwesenheit Tigers denke, sagte Mickelson: "Es mag komisch klingen aber ich vermisse ihn. Als Spieler, als Mensch und nicht zuletzt als Gegner, den es zu besiegen gilt. Jetzt, wo ich meinen Fokus aufs Putten gelegt habe, bin ich mir sicher, dass das Jahr 2009 eine sehr erfolgreiches für mich werden wird."