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20 unter Par! O'Hara triumphiert

Paul O'Hara

Velburg – Von wegen erprobte Regen-Spezialisten aus Großbritannien: Am Ende der Fürst Fugger Privatbank Classic, Turnier-Premiere auf der EPD Tour 2010, erwiesen sich zwei Engländer und ein Schotte als besonders stark bei tropischen Temperaturen.

Paul O‘Hara, 23-jähriger Rookie aus dem schottischen Motherwell, setzte sich mit phantastischen Runden von 66, 63 und 67 Schlägen auf dem Par-72-Platz des Golf Club Am Habsberg durch, entschied das Turnier mit 20 unter Par für sich und feierte seinen ersten Sieg als Professional.

„Ich bin konzentriert geblieben und habe gut geputtet – es wäre sogar mehr drin gewesen.“ Mit fünf Birdies und zwei Eagles setzte er sich in Runde 2 an die Spitze des Feldes und gab die Führung nicht mehr ab. Bei Temperaturen jenseits der 35-Grad-Marke lieferte sich O’Hara in der Schlussgruppe eine Hitzeschlacht mit den Engländern Ben Parker (67, 63, 69) und Grant Jackson (63, 69, 69), deren erfolgreiches Ende er für sich verbuchte.

4814 Euro Preisgeld gab’s für den Sieger, der sich von Platz 16 auf Rang 7 der Rangliste verbesserte. Parker kassierte 2784 Euro und rückte vor auf Platz 3, Grant Jackson (1624 Euro) ist die neue Nummer 2. Weiterhin in Führung: Max Kramer aus Frankfurt.

Trockene Fairways, exzellente Grüns: Die Bedingungen für niedrige Scores hätten nicht besser sein können bei der Fürst Fugger Privatbank Classic. Das Bankhaus mit sechs Standorten in Deutschland unterstützt erstmals als Titelsponsor ein Turnier der EPD Tour und bringt ein neues Event auf den Kalender – wenn auch der Austragungsort bekannt ist: Schon 2006 gastierte die EPD Tour im Golf Club Am Habsberg. Martin Kaymer spielte am zweiten Tag eine 59er Runde, der niedrigste Score, der je einem Deutschen in einem Profiturnier gelang.

Auch O’Hara legte in Runde 2 den Grundstein zum Sieg, am Ende gewann er mit drei Schlägen Vorsprung. „Ich fühle mich immer wohler auf der EPD Tour!“ Dass er diese unter den vier Satellite-Touren als Sprungbrett zur Challenge Tour gewählt hat, und nicht etwa die heimische PGA EuroPro Tour, erklärt er so: „Ich muss auch auf der Challenge Tour viel reisen und mich internationaler Konkurrenz stellen. Darauf kann ich mich auf der EPD Tour exzellent vorbereiten.“ Auch sein älterer Bruder Steven, der auf der European Tour spielt, hatte zur EPD Tour geraten.



 
GOLF TIME 8/2011

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