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Quiros siegt, Donald triumphiert

Alvaro Quiros und Luke Donald

Earth Course, Dubai – Luke Donald galt einst als ein Spieler, dessen langes Spiel zu kurz und dessen kurzes Spiel nicht außergewöhnlich genug war, um im Golfzirkus ein gefeierter Star in der Manege zu werden. Heute steht der blonde Engländer mit den jungenhaften Gesichtszügen nicht nur mit deutlichem Abstand an der Weltspitze. Vielmehr stellte er einen Rekord auf, den selbst Tiger Woods nie für sich verbuchen konnte: Jahressieger der PGA Tour- und der European Tour-Geldranglisten in einer Saison.

„Ich habe schon seit Monaten davon geträumt, beide Wertungen zu gewinnen. Als ich auf der 13 auf’s Leaderboard schaute, konnte ich Rory McIlroy darauf nicht entdecken. Da wusste, ich dass ich Geschichte schreiben würde. Die letzten Bahnen zu spielen hatte etwas absolut surreales“, beschrieb Luke Donald seine Gefühle nach dem Sieg. Rory McIlroy hätte ihm den Titel rechnerisch noch streitig machen können, allerdings hätte er dafür das Turnier gewinnen müssen, während Luke Donald nicht unter die Top 9 hätte kommen dürfen. Das waren deutlich zuviele Konjunktive für den Nordiren, der zudem die ganze Woche an einer Virusinfektion laborierte und nur geteilter 11 wurde.

In Dubai zeigte Luke Donald erneut, warum er nicht etwa zufällig an der Spitze aller relevanten Wertungen im Profigolf geführt wird. Nach einer 72 am ersten Tag legte er mit 68, 66 und einer weiteren 66 am Finaltag nach und ließ bei der Kür um die Race to Dubai-Trophäe anders als beim FedEx-Cup nichts anbrennen.

Turniersieger wurde Alvaro Quiros, der im Stile eines Champions auf der 18. Spielbahn aus ca. 15 Metern Entfernung einen Eagle-Putt versenkte und Paul Lawrie, den Open Champion von 1999 um zwei Schläge überflügelte.

Martin Kaymer konnte seine 64 vom Vortag nicht wiederholen, vielmehr gelang ihm nur eine 71. Mit zwei Bogeys und drei Birdies wurde er am Ende geteilter 11., sicher kein schlechtes Ergebnis aber auch nicht die erhoffte Top-Platzierung.



 
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