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Team USA führt 5 zu 3

Bubba Watson, Webb Simpson

Ryder Cup 2012 im Medinah Country Club, Chicago

Medinah, Illionois – Der erste Tag der 39. Ryder Cup Matches im Medinah Country Club stand für die Europäer unter keinem guten Stern. Am Vormittag, im klassischen Vierer, zitterten sie sich zu einem Unentschieden, am Nachmittag, im Bestball-Format, ging man gegen die Amerikaner teilweise unter.

Mickelson/Bradley spielten im klassischen Vierer ganz groß auf und setzten sich mit 4&3 gegen das, bis dahin ungeschlagene, europäische Duo Donald/Garcia klar durch. Am Nachmittag machten die beiden Amerikaner da weiter, wo sie aufgehört hatten. Von Beginn an übten Mickelson/Bradley Druck auf das nordirische Gespann McIlroy/McDowell aus, die zuvor ihr Match gegen Furyk/Snedeker knapp mit 1 auf gewonnen hatten. Mickelson zauberte Schläge vom Fairway oder aus dem Rough, da konnten die Europäer nur mit dem Kopf schütteln. Am Ende hieß es 2&1 für die Amerikaner.

Peter Hanson und Paul Lawrie, am Morgen nicht im Einsatz, wurden von Bubba Watson und Webb Simpson so richtig durchgeschüttelt und mussten sich fühlen, wie ein Punchingball, denn nach neun Löchern lagen die Europäer 6 down (!), die Partie war gelaufen. Am Ende gewannen die Amerikaner mit 5&4. Eine „Klatsche“ für das schwedisch-schottische Team, die es zu verdauen gilt.

Tiger Woods und Steve Stricker mussten sich im klassischen Vierer mit Ian Poulter und Justin Rose auseinandersetzen. Woods erwischte einen sehr verhaltenen Tag, denn so schlecht hatte man die ehemalige Nummer eins der Welt im Ryder Cup noch nicht gesehen. Wäre Stricker nicht gewesen, hätte die Niederlage deutlich höher ausfallen können. So gewannen die Europäer mit 2&1 gegen das amerikanische Duo.

Im Bestball-Format waren die Spielanteile anders verteilt. Tiger Woods hielt die Partie gegen Lee Westwood und Nicolas Colasaert ausgeglichen, da Stricker, im Gegensatz zum Vormittag, etwas nachließ. Im klassischen Vierer zeigte Westwood, der mit Molinari antrat, schon eklatante Schwächen und musste sich mit 3&2 Jason Dufner/Zach Johnson geschlagen geben. Der Engländer konnte zwar den einzigen Punkt im Bestball (1 Auf), gegen Stricker/Woods, für Europa holen, doch dieser ging ganz alleine auf das Konto seines Partners Colsaerts.

So richtig ins Spiel kamen auch Rose/Kaymer nicht, sie gewannen zwar das erste Loch, doch anschließend legten Dustin Johnson/Matt Kuchar los und lagen bereits nach sieben Löchern 3 Auf. Bis zum Schluss bestand kein Zweifel daran, wer diese Partie gewinnen sollte. Die Amerikaner brachten einen sicheren 3&2 Erfolg ins Clubhaus.

Der europäische Captain José Maria Olazábal hat eine langen Abend vor sich, denn es muss den Großteil seiner Spieler wieder aufrichten, um ihnen für den zweiten Tag neues Selbstvertrauen einzuflößen. Sein Pendant, Davis Love III, hat wohl eine ruhigere Nacht vor sich.

Freitag Nachmittag: Fourballs (Vierball-Bestball)

Team Europe

3 : 5

Team USA

Paul Lawrie
Peter Hanson

5 & 4

Bubba Watson
Webb Simpson

Rory McIlroy
Graeme McDowell

2 & 1

Phil Mickelson
Keegan Bradley

Justin Rose
Martin Kaymer

3 & 2

Dustin Johnson
Matt Kuchar

Lee Westwood
Nicolas Colsaerts

1 auf

Steve Stricker
Tiger Woods

Freitag Vormittags-Foursomes (Klassische Vierer)

Team Europe

2 : 2

Team USA

Rory McIlroy
Graeme McDowell

1 Auf

Jim Furyk
Brandt Snedeker

Luke Donald
Sergio Garcia

4 & 3

Phil Mickelson
Keegan Bradley

Lee Westwood
Francesco Molinari

3 & 2

Jason Dufner
Zach Johnson

Ian Poulter
Justin Rose

2 & 1

Steve Stricker
Tiger Woods

© GOLF TIME Verlag GmbH

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