Team Europe schreibt Geschichte
Medinah, Illinois - Es war nicht nur der wohl spannendste Ryder Cup der jüngsten Vergangenheit, es war gleichzeitig auch mit das größte Comeback in der Geschichte des Ryder Cup, das die zwölf Recken rund um Captain José Maria Olazábal am dritten Tag der 39. Austragung hinlegten.
An einen Sieg hatten zu Beginn der Single Matches am Sonntag nur die unverbesserlichsten Optimisten gerechnet, doch der Mut der Verzweiflung brachte wohl bei den europäischen Teammitgliedern kollektiv das hervor, was während der ersten beiden Tage so schmerzlich vermisst wurde: Sie zeigten Herz und spielten endlich so, wie man es von den besten Spielern Europas erwarten durfte - schlicht großartig. Endlich passten die Abschläge, endlich fielen die Putts und mit fortlaufender Stunde färbte sich das Leaderboard mehr und mehr azurblau.
Acht Punkte waren notwendig, um die drohende Niederlage abzuwenden und letztlich sollten es sogar achteinhalb werden. Die Amerikaner waren wie ausgewechselt, waren ihrer Sache wohl zu sicher. Nach und nach wurde es ruhiger rund um die Fairways und Grüns des Medinah Country Clubs, die Fans kannten sich nicht mehr aus - das so lange herbeigesehnte Momentum war endlich auf Seiten der Europäer gewechselt und ihre Kontrahenten sahen sich nicht in der Lage zur Gegenwehr. Wie ein Trojanisches Pferd hatte José Maria Olazábal seinen Schützlingen vor Beginn der allesentscheidenden letzten Runde den Spirit seines verstorbenenen Freundes Seve Ballesteros eingehaucht, den sie alle auf ihren linken Ärmeln in Siegerpose auf ihren Sweatern und Polos aufgenäht trugen.
Mit Martin Kaymer war es dann ausgerechnet das zweite Deutsche Teammitglied in der Geschichte des Ryder Cup, das, 21 Jahre nach Bernhards Langer verpatztem Putt auf dem 18. Grün in Kiawah Island, seinen Putt zum Sieg des Europäischen Teams lochte. Und das nach denkbar unwahrscheinlicher Ausgangssituation nach den ersten beiden Tagen. Die Amerikaner um Captain Davis Love III hatten sich während der Freitags- und Samstags-Matches als schlichtweg dominant präsentiert, gepaart mit überraschend schwachen Leistungen auf Seiten der Europäer - mit Ausnahme einiger weniger, bemerkenswerter Einzelleistungen wie beispielsweise der von Rookie Nicolas Colsaerts während der Fourballs am Freitag-Nachmittag oder Ian Poulter, der im Nachhinein der überragende Spieler auf Seiten der Europäer war.
Insgesamt waren es Luke Donald, Ian Poulter, Rory McIlroy, Justin Rose, Paul Lawrie, Sergio Garcia, Lee Westwood und Martin Kaymer, die am Sonntag einen Punkt holten, Francesco Molinari teilte sein Match gegen Tiger Woods auf dem letzten Loch. Nur Peter Hanson, Graeme McDowell und Nicolas Colsaerts mussten sich geschlagen geben. Am Ende waren sie jedoch alle Sieger.
Europa hat nun die vergangenen beiden Ryder Cup-Austragungen für sich entschieden, fünf der vergangenen sechs und sieben der letzten neun. Die 39. Ryder Cup-Austragung war erst der vierte Sieg der Europäer auf amerikanischem Boden nach 1987, 1995 und 2004.
Seit der ersten Austragung im Jahr 1927 liest sich die Bilanz nun zwölf Siege für Great Britain/Europe und 25 für die USA, zwei Begegnungen endeten unentschieden. Mit diesem Sieg führen zudem die Europäer gegenüber den Amerikanern mit neun zu sieben Siegen, seit Europa als Gegner im Ryder Cup antritt (1979). Einmal endete die Austragung seitdem unentschieden.
Bei dieser jüngst anhaltenden Dominanz der Europäer bleibt zu hoffen, dass die Amerikaner nicht die Lust am Ryder Cup verlieren. Wir freuen uns jedenfalls schon jetzt auf 2014, wenn die 40. Auflage des Ryder Cup in Gleneagles, Schottland über die Bühne geht.
| Sonntag: Single Matches |
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|---|---|---|---|---|
![]() | 14,5 : 13,5 |
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| Luke Donald | 2 & 1 | Bubba Watson |
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| Ian Poulter | 2 Auf | Webb Simpson |
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| Rory McIlroy | 2 & 1 | Keegan Bradley |
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| Justin Rose | 1 Auf | Phil Mickelson |
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| Paul Lawrie | 5 & 3 | Brandt Snedeker |
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| Nicolas Colsaerts | 3 & 2 | Dustin Johnson |
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| Graeme McDowell | 2 & 1 | Zach Johnson |
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| Sergio Garcia | 1 Auf | Jim Furyk |
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| Peter Hanson | 2 Auf | Jason Dufner |
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| Lee Westwood | 3 & 2 | Matt Kuchar |
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| Martin Kaymer | 1 Auf | Steve Stricker |
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| Francesco Molinari | geteilt | Tiger Woods |
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| Samstag Nachmittag: Fourballs (Vierball-Bestball) |
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|---|---|---|---|---|
![]() | 6 : 10 |
![]() |
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|
Nicolas Colsaerts | 1 Auf |
Dustin Johnson |
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|
Justin Rose | 5 & 4 |
Bubba Watson |
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|
Sergio Garcia | 1 Auf |
Tiger Woods |
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|
Rory McIlroy | 1 Auf |
Jason Dufner |
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| Samstag Vormittag: Foursomes (Klassische Vierer) |
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|---|---|---|---|---|
![]() | 4 : 8 |
![]() |
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|
Justin Rose | 1 Auf |
Bubba Watson |
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|
Lee Westwood | 7 & 6 |
Phil Mickelson |
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|
Nicolas Colsaerts | 2 & 1 |
Jason Dufner |
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|
Rory McIlroy | 1 Auf |
Jim Furyk |
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| Freitag Nachmittag: Fourballs (Vierball-Bestball) |
||||
|---|---|---|---|---|
![]() | 3 : 5 |
![]() |
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|
Paul Lawrie | 5 & 4 |
Bubba Watson |
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|
Rory McIlroy | 2 & 1 |
Phil Mickelson |
||
|
Justin Rose | 3 & 2 |
Dustin Johnson |
||
|
Lee Westwood | 1 Auf |
Steve Stricker |
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| Freitag Vormittag: Foursomes (Klassische Vierer) |
||||
|---|---|---|---|---|
![]() | 2 : 2 |
![]() |
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|
Rory McIlroy | 1 Auf |
Jim Furyk |
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|
Luke Donald | 4 & 3 |
Phil Mickelson |
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|
Lee Westwood | 3 & 2 |
Jason Dufner |
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|
Ian Poulter | 2 & 1 |
Steve Stricker |
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© GOLF TIME Verlag GmbH
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- 3. Tag/Single Matches: Europa holt den Ryder Cup
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