Zach Johnson gewinnt im Play-off
Silvis, Illinois – Großes Drama bei der John Deere Classic! Zach Johnson gewinnt nach einer ohnehin schon hochspannenden Finalrunde in einem kuriosen Play-off, das in puncto Dramaturgie durchaus Hollywood-Niveau besaß.
Seit Runde eins führte Troy Matteson das Turnier an und es sah auch am Sonntag so aus, als würde der 73. der FedExCup-Wertung nach 2009 endlich wieder einen Sieg feiern können. Nach einer 61 am Donnerstag hatte er sich ein gutes Polster herausgespielt und die 68 bzw. 66 an den folgenden Tagen waren ebenfalls vielversprechend.
Doch auf Loch 15 leistete sich Matteson ein unnötiges Double Bogey und plötzlich sah Zach Johnson, der eine Bogey-freie 65 ins Ziel brachte, wie der sichere Sieger aus. Doch Matteson wollte nicht ohne einen ordentlichen Kampf das Feld räumen und lochte auf der 17 einen Eagle-Putt aus fast 20 Metern, um schließlich schlaggleich mit Johnson bei -20 die Runde zu beenden.
Zuvor musste Steve Stricker seine Träume begraben, das vierte (!) Mal in Folge bei der John Deere Classic zu gewinnen. Auf den letzten Bahnen löste sich das Spiel des 45 Jahre alten Top-Spielers sichtbar auf und einige wirklich unnötige Bogeys beraubten ihn jeglicher Siegchancen.
Doch der Hauptkampf des Jahres wurde erst nach dem Ende der vierten Runde eingeläutet. Troy Matteson und Zach Johnson duellierten sich auf Bahn 18 um den Sieg. Johnsons Abschlag flog in den linken Fairway-Bunker, Matteson slicte unter die Bäume.
Für Matteson ging es neben dem Sieg in dieser Woche auch um die Open-Qualifikation, die er allerdings zu diesem Zeitpunkt schon gesichert wusste. Eigentlich wollte er nur vorlegen, punchte den Ball aber so unglücklich aus dem Wald, dass dieser ins Wasser rollte. Vorteil Johnson.
Doch was machte der Masters-Champion von 2007? Johnson hätte einfach nur vorlegen müssen, um ohne großes Risiko Par oder im schlechtesten Fall ein Bogey zu spielen. Doch Johnson attackierte, traf den Ball dünn und dieser gesellte sich zu Mattesons Tauchgänger.
Dann pitchten beide Spieler auf die Fahne, beide Schläge waren erbärmlich und auch die Putts zum Bogey waren so nervös gespielt, dass Matteson und Johnson je einen sprichwörtlichen „Wadenbeißer“ zum Double Bogey hatten.
Also zurück auf den Abschlag der 18 und Johnson spielte fast den exakt gleichen Drive, der wieder im Bunker landete. Matteson hingegen platzierte seinen Ball perfekt auf die linke Fairway-Seite. Doch sofort schlug das Schicksal wieder zu und mischte die Karten neu, denn Johnson spielte ausgerechnet jetzt seinen Schlag des Tages und schlug aus dem Fairway-Bunker über 160 Meter zum Tap-In an die Fahne. Matteson konnte dem nichts entgegensetzen und darf sich zumindest über Platz zwei und die Teilnahme bei der Open, diese Woche, freuen.
Alex Cejka landete nach einer starken 67 am Sonntag auf dem geteilten 25. Platz.
Zach Johnson





