"Two Gloves" Gainey schafft Durchbruch
St. Simons Island, Georgia - Ein Sieg auf der PGA Tour, davon hatte Tommy Gainey bereits geträumt, als er sein Geld noch mit Handwerker-Jobs verdiente und nebenbei so ziemlich auf allen Mini-Touren spielte, die man sich vorstellen kann. Dass dieser Sieg auf die Art und Weise erfolgen sollte, wie am Sonntag, beim McGladrey Classic, damit hätte "Two Gloves", wie Gainey wegen seiner beiden Handschuhe, die er auf der Runde trägt, gerne genannt wird, selbst in seinen wildesten Träumen nicht gerechnet.
Mit sieben Schlägen Rückstand auf die beiden Führenden nach der dritten Runde, Jim Furyk und Davis Love III, und als geteilter 29. war Gainey in den Sonntag gestartet und er zündete dort ein wahres Feuerwerk: Acht Birdies und ein Eagle ließen den Amerikaner mit einer 60 (-10) und neuem Platzrekord des Seaside Course in Sea Island ins Clubhaus kommen. Sein Putt auf der 18 zur 59 verpasste das Loch nur um wenige Zentimeter.
Damit hieß es nun gut zwei Stunden warten für Gainey und zusehen, ob Jim Furyk, Davis Love III oder David Toms ihn noch abfangen konnten, was bekanntermaßen nicht gelang: Toms legte zwar mit einer 63 (-7) eine echte Traumrunde auf's Parkett, doch diese reichte letztlich um einen Schlag nicht aus, um zumindest ein Stechen zu erzwingen.
Furyk kam mit einer verhaltenen 69 (-1) ins Clubhaus und musste sich letztlich mit dem alleinigen dritten Platz zufrieden geben. Love III beendete den Tag mit einer 71 (+1) und auf dem geteilten vierten Rang.
"Oh, Mann", so Gainey im Anschluss, "da spiele ich endlich auf der PGA Tour gegen die besten Spieler der Welt und 99 Prozent von ihnen haben bereits Siege eingefahren, darunter Majors und wirklich große Turniere. Und jetzt sitze ich hier und habe das McGladrey Classic gewonnen. Ich bin sowas von stolz."
Stolz kann er durchaus sein, der Mann aus South Carolina, der sich das Golfspielen selbst beibrachte. Er kann sich zudem über einen Siegerscheck in Höhe von 720.000 U.S.-Dollar freuen, einen Startplatz beim Hyundai Tournament of Champions, Anfang 2013, sowie die Tourkarte bis Ende 2014.
Der einzige deutsche Spieler des Feldes, Alex Cejka, wurde Opfer der MDF-Regel (Made Cut did not finish). Er beendete das Turnier nach drei Runden auf dem geteilten 86. Platz.
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Tommy Gainey





