Wolters gewinnt erstes Profiturnier
Wisznia Mała, Polen - Er sah wie der sichere Sieger aus: Mit sieben Schlägen Vorsprung war Marek Novy am Sonntag in die Finalrunde der Deutsche Bank Wrocław Open gegangen. Nach einer phantastischen 63er Runde im ersten Durchgang hatte er am zweiten Tag mit 69 Schlägen das Tor zu seinem ersten Turniererfolg auf der EPD Tour weit aufgestoßen. Doch am Ende dieses 19. Turniers der Saison 2012 musste der Tscheche wieder einem Kontrahenten den Vortritt lassen – zum vierten Mal schon in diesem Jahr.
Der Freiburger Stephan Wolters holte den Rückstand auf, zwang Novy ins Play-off und setzte sich da am zweiten Extra-Loch durch. Für den 20-Jährigen war es der erste Sieg seiner Profikarriere. Trost für Novy: Er schob sich wieder in die Top 5 der Rangliste.
Diese 63er Runde am ersten Tag der EPD-Tour-Premiere im polnischen Wisznia Mała, das war genau das Ergebnis, das Marek Novy so dringend gebraucht hatte bei diesem vorletzten Turnier der EPD Tour 2012. Persönliche Bestleistung, den Platzrekord im Toya Golf & Country Club eingestellt und mit 9 unter Par fünf Schläge Vorsprung vor den Verfolgern herausgespielt!
„Das war die bisher beste Runde meines Lebens“, so Novy zu seinen sieben Birdies und dem Eagle an Loch 17. Zu Beginn des Turniers war er die Nummer 6 der EPD Tour Order of Merit. Zur Erinnerung: Die Top 5 qualifizieren sich am Saisonende für die Challenge Tour 2013.
Mit einer starken 69 trotz teils böigen Winds baute er die Führung am zweiten Tag sogar auf sieben Schläge aus und ging mit 12 unter Par mehr als zuversichtlich in die Finalrunde des Turniers rund 20 Kilometer nördlich von Breslau. Doch 18 Löcher später war der Vorsprung verspielt, stand eine 75 auf seiner Scorekarte – und die Verlängerung auf dem Programm: Der Freiburger Stephan Wolters, Zweitplatzierter nach Runde 2, hatte den Rückstand geduldig aufgeholt und schließlich mit drei starken Birdies auf den letzten drei Löchern mit Novy gleichgezogen. Mit 72, 67 und 68 Schlägen erreichte er das Stechen gegen den Tschechen – und nutze da die unerwartete Chance.
Zunächst absolvierten beide Bahn 18 jeweils mit vier Schlägen und Par, doch im zweiten Versuch landete Novys Ball im Grünbunker, und er musste schließlich Bogey notieren. Wolters spielte wieder Par und sicherte sich den Titel sowie die Siegerbörse von 5000 Euro.
„Ich hätte niemals damit gerechnet, heute noch eine Chance auf den Turniersieg zu bekommen“, so der Champion. „Ich freue mich aber natürlich sehr.“
Stephan Wolters





