Kaymer verspricht gute Form

Medinah, Illinois – Martin Kaymer, der in etwas mehr als einem Jahr in der Weltrangliste von Rang eins auf den 32. Platz fiel, hat versprochen, dass seine Schwungprobleme Vergangenheit sind. Der 27-Jährige, für sechs Wochen die Nummer eins der Welt, hatte 2010 seine Saison genossen. Damals holte er vier Titel, inklusive seines Major-Triumphes bei der PGA Championship in Whistling Straits.
In diesem Jahr platzierte er sich vier Mal auf der European Tour unter den Top 10 und verpasste aber auch vier Cuts.
"Am Freitag der KLM Open machte es ganz plötzlich “klick” in meinem Schwung", beginnt Kaymer, der Anfang September bei diesem Turnier den geteilten 21. Rang belegte. “Das Gleiche passierte in meinem Schwung vor eineinhalb Jahren. Ich bin glücklich, dass es zum richtigen Zeitpunkt passiert ist, gerade rechtzeitig vor dem Ryder Cup. Es war für mich eine große Befreiung."
Der Düsseldorfer hatte sich gerade noch den letzten Spot in der automatischen Qualifikation gesichert und sich vor Ian Poulter gesetzt. Mit einem geteilten fünften Platz bei der Italian Open im Gepäck reiste der Majorsieger in Medinah an.
Kaymers natürliche Ballflugkurve ist der Fade. Unter der Anleitung seines Trainers Günter Kessler, der zwar versucht hat, den Draw in das Schlagrepertoire zu bringen, konnte Kaymer diese Schlagvariante verinnerlichen, doch jetzt hatte er Probleme, einen Fade zu spielen.
“Das Gefühl für den Fade hat irgndwo in mir geschlummert und ich musste es wieder aufwecken”, fügt Kaymer hinzu, der gestern eine Übungsrunde mit Nicolas Colsaerts, Francesco Molinari und Peter Hanson spielte. “Ich bin jetzt ein kompletterer Spieler – es ist immer noch ein bisschen schwankend – aber alles fügt sich langsam zusammen und ich bin bereit. Die Schwungumstellung war gut, gebt mir aber noch etwas Zeit, dann werde ich in der Weltrangliste wieder nach oben klettern”.
Bernhard Langer, Captain des siegreichen Europäischen Teams von 2004, der den dritten und letzte Ryder Cup-Sieg auf amerikanischem Boden feiern konnte, hofft, dass der Ryder Cup seinen Landsmann anspornen wird, sein bestes Golf zu zeigen.
“Offensichlich war Martins Form in der letzten Zeit nicht die, die er sich erhofft hat”, beginnt Langer, der selbst zehn Mal im Ryder Cup gespielt hat. “Nichstdestotrotz hat er gut genug gespielt, um den Sprung ins Team zu schaffen und er ist zurecht hier. Er hat versucht, ein paar Umstellungen vorzunehmen und diese werden sich, über längere Zeit gesehen, auszahlen. Martin braucht Geduld und auch wir müssen Geduld aufbringen, dann wird er seinen Weg wieder finden”, so Langer weiter. “Ich hoffe, er fühlt sich mit den Umstellungen jetzt wohler. Ich bin froh, dass er wieder gut spielt und wird daraus neue Sicherheit gewinnen."
Von Robin Barwick, mit freundlicher Unterstützung durch Mercedes-Benz.
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Martin Kaymer





