GOLFTIME.de

Partner von welt.de/golf:
 

Breaks lesen lernen

Herausforderung: Das wellige 17. Grün des von Dave Thomas raffiniert designten Westplatzes im La Manga Golf Club richtig lesen. Wie der Ball wirklich läuft, zeigt ein Experiment mit einem Eimer Wasser

Die hohe Kunst des Golfsports ist, Grüns richtig zu lesen­. Jonathan Taylor liest Ihnen in GOLF TIME gerne vor!

Dass Golf ein Sport in der freien Natur ist und damit kein Schlag wie der andere ist, zeigt sich ganz besonders auf dem Grün. Auf diesem perfekt präparierten Stück Erde zu „lesen“, wie der Ball rollt, ist die Kür und erfordert viel Erfahrung. Schließlich wird der Ball gerade hier ganz besonders von Faktoren wie der Grassorte, der Schnittlänge, der Wuchsrichtung, der Feuchtigkeit, der Hanglage – ja selbst vom Wind – beeinflusst.

Was das Lesen des Grüns betrifft, gibt es keine einfachen Schemata oder Faustregeln, an die Sie sich einfach halten können. Ich möchte Ihnen ein wunderbares Beispiel aus Leeds erzählen, wo ich im Moor Allerton Golf Club als Assistant Professional begonnen habe.

Schlüsselerlebnis. Moor Allerton hat kein Geringerer als Robert Trent Jones designt – ein Architekt, der für große, schnelle Grüns mit Bermuda Gras steht. Ich habe davor noch nie Grüns wie diese gesehen: Man musste zum Teil im rechten Winkel zum Loch putten, um einen Hauch einer Chance zu haben, den Ball zu lochen. Diese Grüns waren schneller und hügeliger, als ich es je erlebt habe.

Nach einigen furchtbar frustrierenden Wochen hat mich mein Boss ermahnt, mein Putting zu verbessern. Als ich daraufhin meinen Putter holen wollte, erklärte er mir, dass ich keinen Putter benötigte, so lange ich nicht wüsste, wie der Ball auf den Grüns rollt. Er gab mir einen Kübel Bälle und ging mit mir auf das 27. Grün. Ein wahres Monster, das steil in Richtung einer Mulde hing. Er legte einen Ball auf das Grün und fragte mich, wohin ich zielen würde, wenn ich diesen Ball putten würde. Ich sagte ihm „20 Zentimeter rechts vom Loch“. Er ließ mich einen Ball entlang der von mir antizipierten Linie rollen und er war nicht nur viel zu schnell, sondern rollte zwei Meter links am Loch vorbei. Ich hatte diesen Putt völlig falsch gelesen. Ich probierte es ein weiteres Mal. Der zweite Versuch war besser, aber immer noch nicht gut. Daraufhin ließ er mich mit dem Kommentar zurück, es gäbe 27 Grüns auf der Anlage und ich sollte sie alle kennenlernen wie meine Wes­tentasche. Den Rest des Sommers habe ich damit verbracht, Bälle auf den Grüns aus allen erdenklichen Richtungen zu rollen.

Diese Erfahrung war mein Schlüsselerlebnis, um zu verstehen, dass ich niemals erfolgreich putten würde, so lange ich mir nicht vorstellen kann, auf welcher Bahn der Ball ins Loch rollt.

Die Falllinie. Wenn Sie putten, sehen Sie normalerweise lediglich einen Bruchteil der Bahn, die der Ball rollt. Wenn Sie den Kopf heben, hat der Ball bereits einen Großteil seines Weges zurückge-legt – bis zu zwei Drittel. Wenn Sie Bälle mit der Hand rollen, können Sie hin-gegen den gesamten Rollweg verfolgen: Wie schnell der Ball startet, wie schnell er langsamer wird und wie sehr der Ball von dem Profil des Grüns beeinflusst wird. Jedesmal, wenn Sie einen Ball auf einem Grün rollen, machen Sie neue Erfahrungen, die Ihnen helfen, die richtige Linie zu finden.

Mit genügend Übung werden Sie die Fähigkeit entwickeln, die „Falllinie“ zu lesen. Das ist jene Linie, der jeder Ball auf seinem Weg in Richtung Loch folgt. Um die Falllinie zu veranschaulichen, stellen Sie sich vor, wohin Wasser fließen würde (siehe Foto). Diese Linie, entlang der das Wasser fließt, ist die Falllinie. Der Ball wird stets dieser Linie folgen. Die Kombination aus Falllinie und Ballgeschwindigkeit ergibt die Art des Bogens, den der Ball rollt.

Es wird sehr lange dauern, bis Sie die Grüns auf dieser Welt nicht mehr überraschen können. Aber es lohnt sich, daran zu arbeiten!



 
GOLF TIME 3/2012

Hank vs. Tiger

Bittere Wahrheit

76. Masters

Alle lieben Bubba

Home-Story

Steamy Siem

GOLF TIME-Leserreise mit Marco Polo Reisen

Auf zum "Race to Dubai"

Das "alte Wahrzeichen" von Dubai: Das Burj Al Arab

Jetzt zur exklusiven GOLF TIME-Leserreise in Kooperation mit Marco Polo Reisen zum "Race to Dubai 2012", vom 23. bis 30.11.2012, anmelden ...

mehr...

GOLF TIME Travel-Spezial

GOLF TIME Hotel Guide 2012

GOLF TIME Hotel Guide 2012

Der neue GOLF TIME Hotel Guide 2012 ist da, inklusive € 5.000,- Gewinnspiel. Als Beilage in der GT-Ausgabe 3/2012 lesen oder downloaden ...

mehr...

BMW Pro-Am Challenge 2012

Die Stars hautnah erleben

Teilnehmer der BMW ProAm Challenge 2011

Qualifizieren Sie sich sportlich für das Pro-Am Turnier eines der bedeutendsten Profigolf-Events Europas ...

mehr...

Gewinnspiel: Rickie Fowler Tourbag

Handverlesen

Gewinnen Sie eines von zwei handsignierten Rickie Fowler Tourbags von Cobra-Puma Golf

Gewinnen Sie eines von zwei handsignierten Rickie Fowler Tourbags von Cobra-Puma Golf ...

mehr...

Bushnell PRO 1M

Im Fadenkreuz

Der Bushnell Pro 1M

Seit über 60 Jahren steht der Name Bushnell für höchste Qualität, beste Leistungen und innovative Produkte ...

mehr...

Regel-TIME von Joachim Woehe

Alle vier Jahre wieder ... Teil 2

Joachim Woehe

DGV-Platzrichter und Regelexperte Joachim Woehe erläutert die neuen Golfregeln ...

mehr...

Porträt: Bubba Watson

Alle lieben Bubba!

Einmal Bulldog, immer Bulldog: Bubba Watson beim American Football-Spiel seiner alten Universität in Georgia

Pinkfarbener Driver, orangenes Auto, grüne Jacke – staunen Sie mit uns über das bunte Leben des Bubba Watson ...

mehr...

Jonathan Taylor: Swing Simply 2 (DVD)

Die aktuelle DVD von Jon Taylor bestellen

Die neue DVD von Jonathan Taylor: Swing Simply 2

Nach drei Büchern und einer DVD ist die zweite DVD von Erfolgs-Pro Jonathan Taylor erhältlich ...

mehr...