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Langsam starten

Beispiel Luke Donald: Der Engländer hat einen extrem kontrollierten Schwung, geradezu vorbildlich für das Training zum Saisonstart

Dr. Christian Haid, Biomechaniker an der Universität Innsbruck

Von Dr. Christian Haid, Biomechaniker an der Universität Innsbruck.

Vorsicht, die Muskulatur kann bei den ersten Schwüngen überfordert werden.

Langsam zu starten ist günstig für den Saisonbeginn und ist günstig für den Golfschwung selbst. In beiden Fällen trägt es zu gesundem, erfolgreichen Golf bei. Wie man auch bei jungen Spielern sehen kann, holen sich selbst diese beim Wiedereinstieg in die Saison nicht selten einen Muskelkater.

Der Golfschwung beinhaltet Bewegungsmuster, die im Alltagsleben selten vorkommen. Da kann die Muskulatur sehr leicht überfordert werden. So wird von vielen dieser erste Muskelkater als Teil eines positiven Adaptationsprozesses betrachtet, jedoch müssen wir unserem Körper Zeit zur Anpassung geben.

Muskelkater entspricht Einrissen in den Muskelfasern, die durch den Aufbau neuer Fasern repariert werden. In dieser Zeit ist die intramuskuläre Koordination besonders gefordert, und wir sollten durch einfache, kraftschonende Bewegungen die koordinativen Elemente des Golfschwunges trainieren. Die eigene Körperbewegung wahrzunehmen, mit dem Ausmaß an Beweglichkeit zu experimentieren und den Schläger schwingen zu spüren, sind wertvolle Erfahrungen, die uns in der gesamten weiteren Saison helfen können.

Spannung. All unsere Bewegungen sollten muskulär stabilisiert sein. Das ist in dieser Phase des Trainings leicht durchzuführen. Möchten wir besonders weit schlagen, dann sind wir versucht, muskelphysiologische Phänomene zu nutzen, die mit großer Wahrscheinlichkeit unsere Schwungbewegung negativ beeinflussen.

Geben wir uns am Saisonbeginn mit einem „langsamen Start“ zufrieden, dann können wir die Bewegungen optimieren und die Spannung in unseren Muskelketten spüren.

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