18.06.2020

Bläuling, Feldlerche & Co.

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Das Areal der Golfanlage in Golf Valley bietet ideale Voraussetzungen für die Natur – auch für vom Aussterben bedrohte Arten.

Dass der Golfsport und der Umwelt-, Natur- und Artenschutz eine hervorragende Symbiose eingehen können, wird glücklicherweise immer deutlicher. Viele Golfsportanlagen leisten einerseits per se durch die Vielzahl der Vegetationsstrukturen auf dem Gelände und deren Pflege und anderseits durch viele förderliche Maßnahmen einen großen Beitrag zur Erhaltung und Förderung landschaftstypischer Strukturen mit der dazugehörigen standortangepassten Flora und Fauna. 

Diese Aktivitäten sind standortspezifisch ausgerichtet, lassen für die Golfanlage die Themen Golf- und Umwelt-, Natur- und Artenschutz näher zusammenrücken und bilden die Grundlage für weitere, dem Golfsport dienliche sowie gesellschaftspolitische Aufgaben. Umwelt- und Naturschutz nachhaltig als relevante Bestandteile im Geschäftsablauf von Golfanlagen zu etablieren, wird zukünftig die Handlungsfähigkeit von Sportanlagen erhöhen und deren Strategieentwicklungen unterstützen.

Miesbachs Prestigeobkjekt

Die Golfanlage Valley ist ein Prestigeprojekt der Unteren Naturschutzbehörde des Landkreises Miesbach. Durch die enge Zusammenarbeit mit der Behörde und dem Golfplatzbetreiber wurde ein Naturparadies geschaffen. Bereits in der Planungsphase der Golfanlage hatte man die Renaturierung des Areals im Blick.
Eine einzigartige einheimische Pflanzen-, Blumen – und Kräutervielfalt hat sich inzwischen etabliert und der gesamte Platz glänzt bis in den Spätherbst mit einer atemberaubenden Farbenpracht. Insgesamt wurden dabei über 70 Hektar Magerwiesen, Extensivwiesen als auch Glatthafer- und Salbeiwiesen entwickelt.
In Valley am Tee: Feldlerche und Sonnenröschen-Bläuling

Bläuling, Feldlerche & Co.

Um diese Flächen zu erhalten, bedarf es einer fachgerechten und kostenintensiven Pflege, die sich jedoch lohnt: so bietet das gesamte Gebiet ideale Voraussetzungen für Wildbienen und Schmetterlinge, als auch für andere vom Aussterben bedrohte Arten:
  • Wildbienen und Schmetterlinge wie z. B. Bläuling, Admiral, Distelfalter, Kleiner Fuchs, Schwalbenschanz, Tagpfauenauge, Geißkleebläuling, brauner Waldvogel, Kreuzenzian-Ameisenbläuling, Sonnenröschenbläulingsind inzwischen heimisch.
  • Über 200 Pflanzenarten sind durch eine Masterarbeit der TU Weihenstephan gezählt und kartiert.
  • Viele Jahre hat es gedauert bis sich die Natur auf der Golfanlage zu einem Paradies für einheimische Pflanzen entfaltet hat. Hervorzuheben sind dabei: Kreuzenzian, Sonnenröschen, Großer Wiesenknopf, gelbe und blaue Lilien, Kugelblume, Trollblume, Thymian, Dost (Majoran), Baldrian, Johanniskraut, Bergaster, Schafgarbe, Wiesensalbei, Spitzwegerich und viele mehr.
  • Jährlich werden über tausend Bäume und Büsche entfernt, um die Struktur der Flächen zu erhalten – eine Voraussetzung zur Wiederansiedlung der Wiesenbrüter und viele andere bedrohte Vogelarten.
  • Sechs Feldlerchenpaare haben sich in der Zwischenzeit in Valley angesiedelt.
In der Zwischenzeitzeit hat sich eine große Population von Sing – und Greifvögel gebildet. Aber unser Stolz sind die Wildbienen und Schmetterlingen und darunter ganz besonders die Bläulinge: Bläulinge brauchen zu ihrer Existenz trockene, warme Flächen mit geeigneten Pflanzen und Ameisen, die die Eier der Bläulinge in ihren Bau holen Im Bau werden die Larven großgezogen bis diese zu einem Schmetterling werden.

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