21.10.2016

Titelverteidiger macht Riesensatz

golftime
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Vilamoura, Portugal – “59” hört man es immer wieder wispern. “59” heißt die magische Zahl, die im Victoria Clube de Golfe für möglich gehalten wird. Es wäre ein neuer European Tour-Rekord und wenn dieser nicht in Vilamoura geknackt wird, wo dann?

Im letzten Jahr gewann der Engländer Andy Sullivan das Turnier mit sagenhaften 23 Schlägen unter Par, doch an die 59 kam er nicht heran. Am Freitag jedoch ballerte er sich mit zehn Schlägen unter Par an die Spitze des Feldes. Keine Frage, dieser Platz scheint dem ewig gutgelaunten Ryder Cup-Debütanten zu liegen. “Es ist toll, wieder ganz oben auf dem Leaderboard zu stehen und am Wochenende Siegchancen zu haben”, freute sich Sullivan nach der Runde. “Mein Spiel fühlte sich heute gut an. Der Putter war zuletzt etwas kalt, doch heute fielen auch ein paar länger Putts.” 
Marc Warren, der am Donnerstag mit einer 63 die alleinige Spitzenposition übernehmen konnte, war mit einer 65 auch nicht gerade sparsam, was Birdies anging. Doch dass selbst er mit diesen Traumergebnissen von einem Mitbewerber gestellt werden konnte, sagt viel über die Spielwiese aus, auf der dieses Turnier stattfindet. Breite Fairways, vergleichsweise humanes Rough, vor allem rund um die Grüns und Puttoberflächen, die in puncto Geschwindigkeit und Ondulierung kaum anspruchsvoller sind, als das, was jeder von uns von seinem Heimatclub gewohnt ist. Das Portugal Masters ist und bleibt ein Birdie-Spektakel reinsten Wassers.
Auch der Ire Padraig Harrington konnte mit seiner 63 Anschluss an die Spitze halten. Der zweifache Major-Champion liegt mit 13 Schlägen unter Par nur einen Zähler hinter dem Spitzenduo.
Insgesamt erreichten erstaunliche 17 Spieler Gesamtergebnisse im zweistelligen Unter-Par-Bereich. Auch Richie Ramsay aus Schottland schloss wie Sullivan Tag 2 mit einer 61 ab, nachdem er am Donnerstag nur mit Even Par bzw. 71 Schlägen das Clubhaus erreichte. Viele Spieler wie bspw. der Finne Mikko Korhonen kämpfen in Portugal um den Erhalt ihrer Tourkarte, weshalb es auch in dieser Hinsicht am Wochenende ein spannendes Spektakel werden dürfte. Immerhin ist das Portugal Masters das letzte Event vor den hochdotierten Play-offs ums Race to Dubai, bei denen dann wieder die Top-Spieler der Welt an den Start gehen werden.
Marcel Siem spielte wie am Vortag eine 67. Mit acht Schlägen unter Par muss der Rheinländer jedoch ein traumhaftes Wochenende spielen, um im Titelkampf ein Wörtchen mitreden zu können. Maximilian Kieffer wiederholte ebenfalls sein Vortagsergebnis von 68 Schlägen. Florian Fritsch schaffte mit einer 68 und drei Schlägen unter Par als Gesamtscore zumindest gerade eben so den Cut. Somit sind alle deutschen Starter “im Geld”, was ja auch erfreulich ist.
 

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