07.01.2015 | 11:23

Bae droht ab Februar der Militärdienst

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Der aktuell beste Golfer Südkoreas könnte schon Ende des Monats vom PGA Tour-Zirkus verschwinden. Sang-Moon Bae droht der zweijährige, obligatorische Wehrdienst in seinem Heimatland. Ende Januar läuft sein Visum für die USA ab. Bis dahin spielt der 28-Jährige weiter. Trotzdem dürfte sich Baes Gedankenwelt nicht vordergründig um Birdies, Bogeys und Pars drehen, wenn in zwei Tagen das Hyundai Tournament of Champions startet. Denn derzeit läuft in Südkorea ein juristischer Prozess, der klären soll, ob der Sieger der The Frys Open (Oktober 2014) tatsächlich ab Februar in der heimischen Armee dienen muss. Ginge es nach ihm, würde er den zweijährigen Dienst gern umgehen und weiter seinem Beruf nachgehen. Allerdings gilt der obligatorische Wehrdienst in Südkorea für alle Männer im Alter von 18 und 35 Jahren. Hinzu kommt, dass sich Baes Heimatland streng genommen immer noch im Krieg mit Nachbarland Nordkorea befindet. Schließlich wurde nach dem Koreakrieg von 1950 bis 1953 bis heute kein Friedensabkommen unterzeichnet. In der Vergangenheit hat die Regierung Südkoreas jedoch immer wieder Ausnahmeregelungen für Spitzensportler getroffen. So umgingen beispielsweise siegreiche Athleten bei den Asia Games oder den Olympischen Spielen die Wehrdienstpflicht. Ob eine solche Ausnahme auch für Koreas derzeit besten Golfer (Platz 83 des OWGR) in Frage kommt, klären nun die juristischen Instanzen. Eine Entscheidung über die Zukunft des zweimaligen PGA Tour-Siegers dürfte in Anbetracht dessen Ende Januar ablaufenden Visums nicht allzu lange auf sich warten lassen. © GOLF TIME Verlag GmbH

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