16.07.2012 | 12:00

Caro-Ass

golftime
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Nicht Kreuz, nicht Pik, nicht Herz, sondern Caro heißt das deutsche Ass auf der Ladies European Tour. Der bekennende Schalke-Fan schloss die Saison 2011 trotz mehrmonatiger Verletzungspause auf dem siebten Platz ab. Wir wollten wissen, was es mit dem Erfolg der 22-Jährigen auf sich hat. Meet the Massons. Breite Straßen, breite Gehwege, alteingewachsene Bäume mit tiefhängenden Ästen. Ausladende Einfamilienhäuser, kleine Villen – alles sehr gepflegt, sehr idyllisch. Die Wohngegend am Rande Gladbecks vermittelt eher ungewollt fast schon so etwas wie einen Hauch von Glamour. Hier scheint die Welt noch in Ordnung. Dann sind wir da, Hausnummer sechs. Der Sitz der Familie Masson fügt sich perfekt in das ausladende Ambiente ein: Asphaltierter Vorplatz, weiße Doppelgarage, großer Garten. Wir klingeln und mit einem strahlenden Lächeln öffnet Caroline Masson, beste Deutsche auf der Ladies European Tour 2011, die Tür, bittet uns herein. Im Erdgeschoß wohnen die Großeltern, wir folgen in den ersten Stock, wo uns Vater Stefan und Mutter Gabriele ebenfalls freundlichst begrüßen. Es duftet nach Kaffee, auf dem Esstisch des lichtdurchfluteten Wohnzimmers stehen belegte Semmeln und Brote bereit. Hier ist Caro aufgewachsen, hierher kehrt sie nach wie vor zurück von ihren Ausflügen rund um den Globus als Proette im inzwischen dritten Jahr auf der LET. Wer fehlt, ist ihr zwei Jahre jüngerer Bruder Alexander, der inzwischen studiert und nicht mehr zu Hause wohnt. Verletzung. Ihr zweites Jahr auf der Ladies European Tour wurde durch eine Verletzung am Daumen abrupt beendet. „Das war am 19. September“, erinnert sich Mutter Gabriele, „da kamst du gerade aus Spanien zurück.“ Die Verletzung kam zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt, Caro befand sich voll in der laufenden Saison, hatte fünf Wochen zuvor noch grandios bei der Ricoh Women’s British Open aufgespielt, das Turnier nach der dritten Runde angeführt und wurde nach einer unglücklichen Schlussrunde immerhin noch starke Fünfte. Ihren Plan, 22 Turniere zu absolvieren, musste sie nach der Verletzung aufgeben, am Ende spielte sie 16 Turniere. Dadurch beendete sie die Saison 2011 auf der LET auf Rang sieben. „Das war wirklich schade“, so Caro, „da wäre noch mehr zu holen gewesen.“ Zufrieden sein kann sie allemal, immerhin verdiente sie knapp 170.000 Euro und belegte zeitweise Platz 78 in der Weltrangliste. Hier klicken für ausführlichen Bericht

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