23.10.2013 | 20:46

Eine besondere Partnerschaft

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GOLF TIME USA-Korrespondent Dominik Krautschun versorgt Sie wöchentlich mit News und Geschichten rund um das Thema Golf – direkt aus den Vereinigten Staaten. Diese Woche: Auch Tour Caddies wollen etwas Sicherheit. Sie fungieren als Ehefrau oder Ehemann, sie sind Freunde, Vertraute, Geheimnisträger, Übungspartner. Sie übernehmen die Aufgaben eines Mentalcoaches, sie arbeiten als Meteorologen, Techniker, Geschichtenerzähler und Buhmann. Sie sind Weltreisende – allerdings ohne Jobgarantie. Diese Berufsbeschreibung seiner Profession hat der Caddie Dean Herden als Grundsatzerklärung verfasst. Sie steht als Vorwort auf der Website der kürzlich gegründeten Tour Caddies Association (TCA) (www.tourcads.com). Es ist dies eine Organisation, die den Caddies, die ihren Lebensunterhalt auf den professionellen Golftouren in aller Welt verdienen, in Zukunft das Leben ein bisschen leichter machen soll. Von den Caddies Dean Herden (Herden verdient sein Geld als Caddie der Südkoreanerin Hee Kyung Seo auf der LPGA Tour), Gary Matthews und Basil Van Rooyen gegründet, soll diese Organisation Tour Caddies einerseits als Sprachrohr dienen, andererseits aber auch diesen Männern und Frauen die Möglichkeit geben, Stellenangebote einzusehen, eine Altersabsicherung zu erhalten – kurz, dieses Gewerbe auf etwas professionellere Füße zu stellen. “Es bricht mir immer noch das Herz, wenn ich vor einer Turnierwoche sehe, wie sich auf dem Parkplatz Caddies herumdrücken, in der Hoffnung, doch noch ein Bag für diese Woche zu ergattern”, erzählte Herden im Rahmen der Gründung der Tour Caddies Association. “Ich habe auf solchen Parkplätzen aber nicht nur neue und unerfahrene Caddies gesehen. Dort stehen Caddies rum und betteln um einen Job, die schon zwei U.S. Open als Caddie gewonnen haben. Und das, ehrlich gesagt, darf nicht sein! Wir wollen, dass unser Job professioneller gehandhabt wird. Deshalb haben wird die TCA gegründet.” Die TCA soll nicht als Gewerkschaft gesehen werden, da ja jeder Caddie freiberuflich tätig ist. Die Tour Caddies Association soll ihren Mitglieder für eine Gebühr von 199 Dollar jährlich aber die Möglichkeit geben, zum einen exklusiven Zutritt zu einem Stellenportal zu haben, auf dem Tourspieler ihre Stellenangebote für einen Caddie einstellen können, zum anderen erhalten die Caddies auch Unterstützung bei Fragen zu Krankenversicherung und Altersvorsorge. Darüber hinaus können sie bei Reisebuchungen über das TCA Reisecenter Geld sparen und Provisionen kassieren. Über einen Shop kann man übrigens ab sofort auch Merchandise-Artikel der Caddies kaufen. Der Erlös wird dann Ende des Jahres im Rahmen einer Mitglieder-Gewinnausschüttung an die Caddies ausgezahlt. Eine gute Sache, denke ich. Und eigentlich auch eine passende Gelegenheit, mal darüber nachzudenken, was man dem Caddie, der einem im Golfurlaub ausnahmsweise mal das Bag trägt, als Trinkgeld geben sollte. Wie ist Ihre Handhabe? Wie viel Trinkgeld haben Sie denn das letzte Mal Ihrem Caddie gegeben? Schreiben Sie mir: [email protected] Ausgewählte Beiträge werden hier veröffentlicht. Dominik Krautschun, Jahrgang ‘70, lebt in Naples, Florida, der “Golf Capital of the World”. Der Schreibtisch des Hcp -4,3-Golfers steht auf der Driving Range des Foxfire Golf & Country Club. © GOLF TIME Verlag GmbH Artikel zu diesem Thema:

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