29.03.2016

Kopf hoch, Andrea!

golftime
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Bergamo, Italien – Andrea Rota kommt aus dem schönen Bergamo und ist ein Modell-Athlet. Mit 1,87 Metern und 84 kg muss er sich in Sachen Power auf dem Golfplatz vor niemandem verstecken. Doch mit dem Geldverdienen tut sich der 30-Jährige nicht so leicht…

2005 wechselte Andrea vom Amateurlager zu den Profis. Mit einem Hcp von +1 eine durchaus richtige Entscheidung. Und ab 2005 nahm Andrea dann auch jedes Jahr an der European Tour Qualifying School teil. Und hier bewies Andrea durchaus Durchhaltevermögen. Obwohl er wieder und wieder die direkte Qualifikation für die European Tour verpasste, sah man ihn im kommenden Jahr wieder im Starterfeld der Q-School.

Doch die Enttäuschungen konnte Andrea stets wegstecken und mit großen Engagement stürzte er sich dann zumindest in die Challenge Tour-Saisons. Mit allerdings mäßigen Erfolg. Von 2007 bis 2010 konnte er bei keinem einzigen Turnier Geld verdienen.

Etwas besser sah es dann im Jahr 2011 aus. Hier überstand Andrea einmal den Cut – sein Verdienst in dieser Saison: 615 Euro. In der kommenden Saison 2012 konnte er sogar eine kleine Steigerung verbuchen. 768 Euro verdiente er in diesem Jahr. Doch Andrea Rota ist bekannt dafür, hartnäckig zu sein und griff in der Saison 2013 voll an. Und siehe da: Sein Sturkopf machte sich berzahlt. Er spielte 17 Turniere und konnte sich am Ende der Saison über einen Jahresverdienst von 25.724 Euro freuen.

Diese Motivation rettete Andrea dann auch in die Saison 2014. Mit 21 gespielten Turnieren waren zu Weihnachten 2014 ganze 24.661 Euro Preisgeld auf seinem Konto gelandet. Diesen Schwung aus den vergangenen zwei Jahren konnte Andrea, dessen Hobby Fußball ist, jedoch nicht in die Saison 2015 retten. 17 Turniere bestritt Rota – doch mehr als insgesamt 3940 Euro waren für ihn nicht zu holen, denn er verpasste 14 Cuts!

Derzeit belegt Andrea Rota Platz 1447 in der Golfweltrangliste. Ob er sich jemals wird nach oben spielen können, ist eine ernstgemeinte Frage. Schließlich konnte Andrea in der kompletten Saison 2015 „nur“ neun Runden unter Par ins Clubhaus bringen.

Die schlechteste Runde in der Saison 2015 war im Oktober bei der EMC Challenge Open eine 89. Seine beste Runde spielte Andrea bei der Kärnten Golf Open presented by Mazda. Hier konnte Andrea zum Auftakt eine 65er-Runde (-7) unterschreiben. Golfen kann Andrea also. Wie lange der hoch gewachsene Italiener allerdings noch das Geld aufbringen wird, um seinen Traum, Golfprofi zu sein, leben zu können, hängt nun wohl von dem Wohlwollen seines Finanzberaters ab…

Jede Woche stellt GOLF TIME-Autor Dominik Krautschun in seiner Kolumne „It’s a hard life!“ Spieler vor, deren Leben auf den großen Touren nicht so glamourös ist wie das der Superstars, die mit Privatjets um die Welt jetten. Feedback gerne an [email protected]

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