23.03.2018

Was macht eigentlich Markus Brier?

Thomas Fischbacher
Thomas Fischbacher

Was macht eigentlich Markus Brier? 2013 verkündete Markus Brier seinen Rücktritt und begann, beim Verband zu arbeiten. Nun will der erste österreichische European-Tour-Sieger wieder angreifen.


Österreich war lange nicht für seine herausragenden Golfprofis auf höchstem Niveau bekannt. Im Juni 2006 war es dann aber so weit. Erstmals streckte ein Österreicher den Pokal eines European-Tour-Turniers gen Himmel.

Und um das Ganze noch etwas spektakulärer und emotionaler zu gestalten, feierte Markus Brier seinen Debüt-Titel damals im eigenen Wohnzimmer, dem Fontana Golf Club in der Nähe von Wien, Briers Geburtsstadt. Nur ein Jahr später folgte der nächste Triumph. Mit stattlichem Vorsprung siegte er bei der Volvo China Open, wurde Zwölfter bei der Open Championship in Carnoustie und trat für Europa bei der Seve Trophy an. Als 32. der Geldrangliste war er bester deutschsprachiger Spieler. Sogar der Bundeskanzler gratulierte.

Brier war auf dem Höhepunkt seiner Laufbahn angekommen. 2012 verpasste er nach 13 Jahren als Stammkraft die Tour-Karte für die erste Liga. Ein Jahr später erklärte er den Rücktritt vom Profigolf. Vorläufig.

Im vergangenen Jahr kam es bei der Pressekonferenz zur Lyoness Open in Atzenbrugg dann zu einem besonderen Aufeinandertreffen. Brier traf auf seine Landsmänner Bernd Wiesberger und Matthias Schwab. Das Trio startete dann auch beim Turnier, für ersteren war es der erste Auftritt seit einiger Zeit. Er verpasste den Cut, sammelte aber wertvolle Eindrücke, wo sich sein Spiel gerade befindet.

Jubiläum im Juli

Wiesberger hat Brier mittlerweile als erfolgreichsten Golfer Österreichs eingeholt. Auch Matthias Schwab, der damals in Atzenbrugg sein erstes Profi-Event bestritt, wird eine große Zukunft prophezeit. Und auch Brier hofft wieder auf eine große Zukunft.

Zwölf Jahre nach dem Durchbruch im Fontana Golf Club steht er wieder vor dem Auftakt einer Karriere als Profi. Im kommenden Juli wird Brier, der mittlerweile als Trainer des Österreichischen Golfverbandes arbeitet, 50 Jahre alt und will auf der Seniors Tour durchstarten.

Brier bereitet sich gewissenhaft auf die anstehende Aufgabe vor. Ergometer, Bälle schlagen, Krafttraining, alles was eben dazu gehört. Dem Portal Besser länger leben sagte er: “Wenn es auf der Senior Tour gut läuft, dann könnte auch die Champions Tour in den USA ein Thema werden.” Aber soweit denke er noch nicht. Sehr am Herzen liege ihm sowieso die Arbeit als Players Coach beim Verband. Als weitere werde sich zeigen.

Der Start in die Saison im Juli wird Aufschluss darüber geben, wie intensiv die zweite Karriere verfolgt wird. Vielleicht bekommt Bernhard Langer auf der Champions Tour bald wieder die Chance, ein bisschen deutsch zu sprechen.

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