28.07.2014 | 03:50

Tiger Woods hat ein Problem

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GOLF TIME USA-Korrespondent Dominik Krautschun versorgt Sie wöchentlich mit News und Geschichten rund um das Thema Golf – direkt aus den Vereinigten Staaten. Diese Woche: Tiger Woods will zum Ryder Cup. Nur, darf er das auch? Er macht es sich wirklich nicht leicht. Tiger Woods hatte ja zugestimmt, dass sein Auftritt in Liverpool von ESPN exklusiv alle vier Runden bei der Open Championship live übertragen wird. Sein Abschneiden hatte dann allerdings die wenigsten Kritiker überrascht. Allen voran sprach Brandel Chamblee, Golf-Kommentator, Analyst und einer der größten Kritiker von Tiger Woods, das aus, was viele US-amerikanische Golffans dachten, als die Open mit Rory McIlroy einen würdigen Sieger gefunden hatten. Chamblee sagte: “Die Ära Tiger Woods ist vorbei. Er ist nicht mehr der beste Golfer der Welt. Er gehört vermutlich nicht einmal zu den Top 15. Und er wird wohl nie wieder an seine Erfolge anknüpfen können, auch wenn er diese Woche in Liverpool den Cut geschafft hat.” Bumm! Das hatte gesessen. Und nachdem Ryder Cup-Captain Tom Watson mit seinen 64 Jahren bei der Open Championship in Liverpool auch noch fünf Schläge besser gespielt hatte als Woods, gibt es jetzt ein Problem in USA im Vorfeld des Ryder Cup kommenden September. Denn neben den Spielern, die sich für das Team über ihre Ranglistenpositionen qualifizieren werden, hat Watson noch drei Wildcards, mit denen er Spieler nominieren kann, die sich nicht mehr regulär qualifizieren werden. Direkt, nachdem Woods mit dem 69. Platz bei der Open wahrlich gezeigt hatte, dass er dieses Jahr wohl noch nicht in Höchstform ist, hat die ehemalige Nummer 1 der Welt allerdings überraschend – und ohne mit der Wimper zu zucken – vermeldet, dass er der Meinung sei, dass ihm eine dieser Wildcards zustehe. “Ja”, sagte Woods noch in Liverpool , “ich denke, dass Tom mir eine Wildcard geben soll. Er ist natürlich der Captain und muss die Entscheidung treffen – ich bin aber absolut der Meinung, dass ich in das Team der besten 12 Spieler der USA gehöre. Ich habe daran keinen Zweifel.” Watson hatte bereits kurz nach Woods’ OP gesagt: “Wenn Tiger fit ist und er gut spielt, dann gebe ich ihm natürlich eine Wildcard. Es gibt nur ein Problem, wenn Tiger zum Beispiel sich auch nicht für die FedEx Cup-Finals qualifiziert – dann habe ich ein Problem.” Im Augenblick ist Tiger Woods weit davon entfernt, beim FedEx Cup auch nur eine Nebenrolle zu spielen… Genau das Gegenteil zu Woods’ forschem Auftritt hat übrigens Phil Mickelson hingelegt. Mickelson, der seit 1995 bei jedem Ryder Cup dabei war und sich auch immer qualifiziert hat, muss dieses Jahr um seinen Platz im Team bangen. Sollte er sich nicht qualifizieren, rechnet er nicht mit einer Wildcard. “Eine Wildcard habe ich nicht verdient. Eine Wildcard ist für Spieler gedacht, die im Moment wahnsinnig gut drauf sind und einen Lauf haben. Den habe ich momentan nicht. Wenn ich die kommenden Wochen seht gut spiele, ok. Wenn nicht, dann sollte Tom einen anderen Spieler ins Team holen.” Was meinen Sie? Gehören Woods und Mickelson ins Team – oder zumindest einer von beiden? Qualifikation hin oder her… Schreiben Sie mir: [email protected] Ausgewählte Beiträge werden hier veröffentlicht. Dominik Krautschun, Jahrgang ‘70, lebt in Naples, Florida, der “Golf Capital of the World”. Der Schreibtisch des Hcp -4,3-Golfers steht auf der Driving Range des Miromar Lakes Beach & Golf Club. © GOLF TIME Verlag GmbH Artikel zu diesem Thema:

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