23.09.2013 | 08:01

Veteran auf Kurs

golftime
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Trotz knapp 700 Turnierteilnahmen ist der Engländer noch kein bisschen müde. Und nun hat er die Champions Tour im Visier. Mit einem versöhnlichen geteilten fünften Platz verabschiedete sich Barry Lane vom Berenberg Masters in Köln, auch wenn da aus seiner Sicht sicherlich mehr zu holen gewesen wäre. Aber mit Rückschlägen, wenn man denn einen geteilten fünften Platz überhaupt so nennen möchte, kennt sich der Engländer mit Wahlheimat Schweden inzwischen aus. Zumindest, wenn er zurückblickt auf seine ersten Jahre auf der European Tour: Als er 1982 dorthin wechselte, war er sozusagen Dauergast der Qualifying School und es sollte vier Jahre dauern, bis er einigermaßen Fuß fassen konnte. Spätestens bei der Bell’s Scottish Open 1988, als Lane seinen ersten von fünf Titeln auf der European Tour holte, hatte es dann endlich „klick“ gemacht. Seit 2010 spielt der Vater dreier Kinder auf der European Senior Tour und hat auch dort bereits vier Titel einfahren können. Herr Lane, auf Ihrer Homepage zitieren Sie Robert H. Schuller wie folgt: „Better to do something imperfectly than to do nothing perfectly“. Ist das so etwas wie Ihr Lebensmotto? Lane: So weit würde ich jetzt nicht gehen, aber meine Frau und ich suchen immer wieder nach neuen Zitaten und wir fanden dieses psychologisch sehr interessant und ja, in gewisser Weise auch treffend. Wie schwer war es für Sie damals, auf der Tour Fuß zu fassen und warum hat es dann ganz plötzlich gefunkt? Ich habe damals, wir reden also von Anfang der 80er- Jahre, mein Geld als Assistenz- Pro verdient und das einzige wirkliche Turnier, das ich spielen konnte, war die Qualifying School. Bei den 52 Wochen im Jahr dann genau in dieser Woche das beste Golf zu zeigen, war mein Hauptproblem. Mit knapp 700 gespielten Turnieren liegen Sie in der All-Time-Rangliste in Europa auf Platz 2 hinter Sam Torrance. Macht Sie das nachdenklich? Ich finde es einfach nur erstaunlich, wie schnell die Zeit vergangen ist. Aber ich bin noch lange nicht müde. Solange mir der Turnierzirkus Spaß macht, werde ich weiter Turniere spielen. Sie haben das letzte Jahr vermehrt auf der Champions Tour aufgeteet. Haben Sie Pläne, zu wechseln? Die habe ich, wenngleich ich nicht gleich davon sprechen würde, auszuwandern. Aber ich werde versuchen, für den Anfang mehrere Turniere am Stück zu spielen, bevor ich dann wieder zurück nach Europa komme. Wie erlebten Sie die Berenberg Masters? Erwin Langer organisiert hier wieder ein hervorragendes Turnier und der Standard ist wie auf der European Tour. Der Platz ist in einem sehr guten Zustand und das gesamte Ambiente ist einfach großartig. Das ist eines der besten Turniere, das wir haben. Was ist Ihr wichtigstes Equipment nach den Schlägern? Das sind meine Duca del Cosma Schuhe. Die sind wahrscheinlich der wahre Grund, warum ich noch so gut unterwegs bin. Aber im Ernst: Ich habe noch nie erlebt, dass ich ein neues Paar Schuhe anziehe und damit ohne Probleme 18 Löcher und mehr gehen kann. Und sie gefallen mir einfach sehr gut. © GOLF TIME Verlag GmbH

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