Abzocke Golfgepäck 16.05.2017

Abzocke Golfgepäck
Abzocke Golfgepäck
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Es ist noch nicht allzu lange her, da konnte man das Golfgepäck noch umsonst mitnehmen. Heute scheint es zu einem wichtigen Wirtschaftszweig mancher Fluggesellschaften geworden zu sein. Ein Kommentar von Oskar Brunnthaler. 

Wer lässt sich schon gerne an der Nase herumführen? Wir Golfer sowieso schon nicht – wissen eh alles besser und können auch alles besser. Spätestens beim Einchecken am Flughafen droht der Golfer sapiens dann aber leicht die Bodenhaftung zu verlieren. „Das Golfgepäck müssen Sie noch extra bezahlen“, näselt die blonde Stimme, „da drüben am Schalter ...“ Genau, es geht um die Abzocke Golfgepäck, bei fast jeder Reise ein Riesen-Ärgernis.

Vor gar nicht so langer Zeit lockten die Fluggesellschaften die Golfer mit der kostenlosen Mitnahme der Golfschläger. Heute ist das Golfgepäck zu einem Wirtschaftsfaktor bei den Airlines und Ärgernis bei den Golfern geworden. Extrem-Beispiel: Wenn die Transport-Kosten für das Golfbag höher sind als der Preis des Flugtickets. Klar, wer Business fliegt, kennt diese Probleme nicht. Das Gros der Golfer bucht jedoch Holzklasse (weil’s billiger ist, logisch), bekommt dann aber in dem Tarif- Dschungel eine ordentliche Kostennote aufgebrummt: 50 Euro pro Strecke für Kontinental- flüge, 100 Euro, wenn’s über den Teich geht (z. B. Lufthansa).

Ausnahmen bestätigen die Regel

Ausnahmen bestätigen die Regel – folgende Airlines verzichten nach wie vor auf den Golfgepäck-Tarif: Aegean (allerdings nur nach Kalamata), Etihad, South African, Turkish und Vietnam Airlines. KLM nur dann, wenn man über das Miles & More- Programm verfügt. Ganz kurios wird es, wenn man glaubt, eine bestimmte Airline gebucht zu haben, in Wirklichkeit aber mit einer ganz anderen Fluglinie, meist bei Anschlussflügen, eingeloggt wird. 

Da läuft man Gefahr, dass man für das Golfbag entweder noch einmal zur Kasse gebeten wird oder dass es überhaupt nicht mitbefördert wird. Eigentlich gibt es nur zwei Möglichkeiten, dieser Abzocke zu entkommen: Golfgepäck zu Hause lassen und am Zielort Leihschläger buchen. Oder: Sich vor dem Buchen eines Fluges genau zu informieren, wie das so mit dem Golfbag gehandhabt wird.
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