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Coverstory: Masters Tournament WUNDER WOODS
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Amateur vs. Kaymer 03.04.2019

Martin Kaymer, Handicap: Pro, in der Schwunganalyse mit Amateur Svein Intelhus, Handicap: –7
Martin Kaymer, Handicap: Pro, in der Schwunganalyse mit Amateur Svein Intelhus, Handicap: –7
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Ein ambitionierter Single-Handicapper stellt sich dem Schwungvergleich mit Major-Sieger Martin Kaymer. Analysiert von Andrew Murray, Top 50-Pro und ehemaliger Sieger auf der European Tour.



Mit einem Handicap von –7 ist der Amateur dieses Monats ein guter und beständiger Golfer und sicherlich besser als der Durchschnitt; doch selbst auf einstelliger Handicap-Ebene sind die Unterschiede zur Elite enorm. „Wir nehmen den zweimaligen Major-Sieger Martin Kaymer als Vergleich, weil beide Spieler über eine ähnliche Statur verfügen“, erklärt der ehemalige European-Tour-Sieger Andrew Murray. „Svein ist ein sehr beständiger Spieler, aber der größte Unterschied zwischen seinem und Martins Schwung liegt in der Kraft, die er erzeugen kann. Mit ein wenig Arbeit an Set-Up und Flexibilität könnte er wesentlich dynamischer schwingen und so die Ballgeschwindigkeit erhöhen.“

Set-Up
Svein steht nicht ganz square am Ball. Seine Knie sind relativ zu seinen Schultern geschlossen. Martin steht hingegen perfekt ausgerichtet am Ball, und das wird beim Ausholen helfen. Sein Set-Up bietet die perfekte Voraussetzung für einen stimmigen und perfekt synchronisierten Rückschwung. 


Ausholen
Die Konsequenzen der Set-Up-Positionen werden hier deutlich. Martins Knie und Hüften sind schon früh deutlich aktiv, beste Voraussetzungen für eine flüssige Bewegung. Im Gegensatz dazu ist Sveins untere Hälfte zu passiv und ich würde seine Bewegung als etwas armlastig bezeichnen. Dies wird wahrscheinlich zu einem Mangel an Kraft und Fluss in seinem Schwung führen. 


Rückschwung
Während Martins perfekt abgestimmte, leichte Drehung den Schläger in der Linie hält, bringt Sveins Rückschwung ihn in eine ungünstige Position: Der Schaft zeigt nach links. Die Gefahr für eine offene Schlagfläche beim Ballkontakt ist groß. 


Abschwung
Svein erzeugt durch die kleinen Fehler im Rückschwung unweigerlich eine zu flache Ebene. Aus seiner besseren Position an der Spitze des Rückschwungs kann Martin den Schläger auf eine optimale Ebene fallen lassen. Der Schaft zeigt zum Ball. 


Ballkontakt
Sveins eingeschränkte Drehung hat einen statischen Durchschwung zur Folge – zumindest im Vergleich mit Martins verlängerter Drehung auf der Ebene. Einige spezifische Ratschläge zur Mobilisierung der Wirbelsäule würden bei Svein zu mehr Explosivität führen. 


Finish
Während Martins Endposition wie eine natürliche Folge des Schwungs aussieht, wirkt Sveins Haltung erzwungen. Ein verräterisches Zeichen ist hier, dass seine rechte Hand nicht in der Lage war, den Kontakt mit dem Handschuh-Daumen aufrechtzuerhalten. Ein Zeichen für die Steifigkeit der Brustwirbelsäule. Wenn er an Ausrichtung und Beweglichkeit arbeitet, werden sich seine Schläge verbessern. 


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