Auf den Spuren von Payne Stewart 20.11.2017

GT-Redakteur Damian Bungart neben der Payne-Stewart-Statue vor dem Clubhaus des Pinehurst Resort
GT-Redakteur Damian Bungart neben der Payne-Stewart-Statue vor dem Clubhaus des Pinehurst Resort
Das Carolina Hotel im Pinehurst Resort
Das Carolina Hotel im Pinehurst Resort
Starterbox auf dem Pinehurst No. 2
Starterbox auf dem Pinehurst No. 2
Blick aufs Clubhaus vom Fairway der 1. Bahn aus
Blick aufs Clubhaus vom Fairway der 1. Bahn aus
Das einzige Wasserhindernis auf Pinehurst No. 2 muss auf Bahn 16 überwunden werden
Das einzige Wasserhindernis auf Pinehurst No. 2 muss auf Bahn 16 überwunden werden
Wahrzeichen: Der Putter Boy in Pinehurst
Wahrzeichen: Der Putter Boy in Pinehurst
Das Clubhaus des Harbour Town Golf Links auf Hilton Head Island
Das Clubhaus des Harbour Town Golf Links auf Hilton Head Island
Die Nummer 18 des Harbour Town Golf Links aus der Vogelperspektive
Die Nummer 18 des Harbour Town Golf Links aus der Vogelperspektive
Gaston Country Club in North Carolina
Gaston Country Club in North Carolina
Springfield Golf Club in South Carolina
Springfield Golf Club in South Carolina
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Golfgeschichte zum Anfassen – Golfträume werden in Pinehurst und beim berühmtesten Leuchtturm in North & South Carolina erfüllt. Zumindest einmal im Leben… – Von Damian Bungart

Leidenschaftliche Golfer haben viele Träume: einmal ein Major-Turnier live erleben. Einmal einen Golfpro treffen. Einmal eine Trainingsstunde bei einem Startrainer nehmen. Zu diesen Einmal-im-Leben-Erlebnissen zählt bei den allermeisten Hobbyspielern auch der Wunsch, legendäre Golfplätze zu spielen.

Der Old Course in St. Andrews gehört in diese Kategorie ebenso wie die weiteren Plätze der Open-Championship-Rota (unter anderem Royal Troon, Royal Birkdale, Carnoustie, Royal Portrush, Royal Liverpool, Royal St. George’s) oder die Linksplätze an der (nord-)irischen Küste. Besonders für europäische Golfer sind gerade diese Plätze beliebte Ziele, um die eigene Golfleidenschaft mit erlebbarer Historie zu vereinen. Auf der Suche nach Legenden, großen (Golf-)Geschichten und spektakulären Golferlebnissen lohnt sich jedoch auch der Blick über den großen Teich.

Ganz besondere Plätze

Eine Aufzählung aller geschichtlich und aktuell bedeutsamen Golfplätze der Vereinigten Staaten würde den Rahmen dieser Geschichte allerdings sprengen. Deshalb beschränken wir uns auf die Bundesstaaten North Carolina und South Carolina. Beide beheimaten unzählige, hervorragende Golfanlagen – und einige ganz besondere…

Unser Reisebus biegt auf den langgezogenen asphaltierten Weg vor dem Clubhaus des Pine­hurst Resort ein. Die Sonne präsentiert das weiße Gebäude mit seinem roten Dach im besten Licht. Der Anblick hat etwas Magisches. Doch es ist nicht allein der Anblick, der einem dieses schwer greifbare Gefühl vermittelt, hier an einem ganz besonderen Ort zu sein. Es ist die bedeutende Geschichte dieses Resorts, mit all den Dramen und großen Golfmomenten, die sich hier zugetragen haben.

Legendäre Golfmomente

Eine dieser Prägungen erhielt das Resort im Jahr 1999. Damals gewann Payne Stewart in einem packenden Zweikampf gegen Phil Mickelson die U.S. Open auf Pinehurst No. 2. Noch heute steht eine Statue mit Stewarts Jubelgeste zwischen Clubhaus und Putting Green.

Es war die erste U.S. Open, die Pinehurst erlebte. 1936 war das 6.938 Meter lange Layout von Donald Ross Austragungsort der PGA Championship, 1951 wurde der Ryder Cup auf No. 2 ausgespielt. In die deutsche Golfgeschichte ging der Platz mit dem Sieg Martin Kaymers bei der U.S. Open 2014 ein. Doch das Pinehurst Resort hat noch einiges mehr zu bieten als den berühmten Platz No. 2. Insgesamt verfügt es über neun Championship-Golfplätze. Anstatt ausgefallener Namen
heißen sie schlicht No. 1 bis No. 9. Alle 18-Loch-Layouts tragen die Handschrift berühmter Golfplatzdesigner. Donald Ross (No. 2 und 3), Tom Fazio (No. 4, 6 und 8), Ellis Maples (No. 5) und Jack Nicklaus (No. 9) haben ihre Platzideen auf den Sandhügeln in Pinehurst verwirklicht.

Spitzenhotels mit langer Tradition

Der erste Kurs wird seit 1898 bespielt und wurde von diversen Golfern gestaltet. Auch Donald Ross, einer der bekanntesten Platzdesigner aller Zeiten, prägte mit seiner schottischen Herkunft das Layout der No. 1 mit.

Auf dem Areal des Resorts befinden sich, neben den neun Spitzenplätzen, Hotels und Villas. Auch dort haben Gäste Gelegenheit, auf historischen Spuren zu wandeln. Das Carolina Hotel beispielsweise wurde an Neujahr 1901 eröffnet und hat seinen eleganten Charme seitdem nie verloren. Schon wenn man die Eingangshalle betritt, fühlt man sich in die Ursprungsjahre des Hotels zurückversetzt. Auf modernen Komfort und edle Gemütlichkeit muss man deshalb jedoch nicht verzichten. ‚Herrschaftlich‘ ist wohl die treffendste Bezeichnung für die prachtvolle Vier-Sterne-Unterkunft.

In und um Pinehurst

Im Herzen des Pinehurst Resort befindet sich das 1895 eröffnete The Holly Inn. Das älteste Hotel des Resorts ist ebenfalls ein Vier-Sterne-Haus und verfügt über 82 Zimmer und Suiten. Komplettiert werden die Wohnmöglichkeiten im Pinehurst Resort durch das The Manor Inn und die Condos. Das sind Ferienwohnungen mit zwei bis drei Schlafzimmern, die sich perfekt für Familien oder kleine Gruppen eignen.

Während eines Aufenthaltes in North Carolina ist ein Besuch im Pinehurst Resort Pflicht. Trotzdem sollte man das Umland nicht außer Acht lassen: In der Golfregion Pinehurst-Southern Pines-Aberdeen gibt es 40 erstklassige Golfplätze im Umkreis von weniger als 25 Kilometern. Es bietet sich also an, ein paar Tage Zeit für die Region, die sich selbst „The Home of American Golf“ getauft hat, einzuplanen. Die Reise an die amerikanische Ostküste führte uns neben North Carolina auch nach South Carolina. Dort locken mit Myrtle Beach, der Charleston-Region und Hilton Head Island – um nur einige zu nennen – zahlreiche Top-Golfdestinationen.

Das Juwel von Hilton Head Island

Auf unserem Trip haben wir das Juwel von Hilton Head Island besucht, das Sea Pines Resort. Mit Harbour Town Golf Links, Heron Point und Atlantic Dunes sind drei hervorragende und weltweit geschätzte Championship-Plätze dort beheimatet.

Unumstrittenes Aushängeschild dieser Anlage am Atlantik ist der Harbour Town Golf Links. Dieser Par-71-Kurs zählt zu den Meisterstücken des renommierten Platzdesigners Pete Dye. Als Berater stand Dye kein Geringerer als Jack Nicklaus zur Seite. Entsprechend trickreich schlängelt sich der 6.491 Meter lange Parcours durch den Süden von Hilton Head Island. Alljährlich sind hier auch die PGA-Tour-Stars zu Gast, für das RBC Heritage, das seit 1969 auf dem Platz ausgetragen wird. Direkt im Anschluss an das Masters in Augusta reisen die besten Spieler der Welt zum einzigen Tour-Event in South Carolina an.

Berühmter Leuchtturm

John Farrell, Head Pro im Harbour Town Golf Links, berichtet stolz, dass das Event in anonymen Umfragen unter den PGA-Tour-Pros als zweitbestes nach dem Masters gewertet wurde. Gründe dafür gibt es reichlich. Angefangen beim wunderschönen, mit edlem Interieur ausgestatteten Clubhaus, bis hin zum bestens gepflegten und anspruchsvollen Golfplatz.

Den Höhepunkt einer abwechslungsreichen Golfrunde erreicht man, wenn man auf dem 18. Abschlag steht: Links rauschen die Wellen des Atlantik, geradeaus liegt das Fairway dieses schweren Par-4-Lochs und hinter dem Grün ist der weiß-rot-gestreifte Leuchtturm gut zu erkennen. Er ist das Wahrzeichen des Platzes.

Top-Destination Hilton Head Island

Im Sea Pines Resort steht für Besucher mit dem The Inn & Club at Harbour Town ein Luxushotel mit 60 Zimmern und Suiten zur Verfügung. Zudem gibt es Häuser und Ferienwohnungen mit einem bis mehr als sechs Schlafzimmern zu mieten. 

Das Sea Pines Resort ist allerdings nicht die einzige Basis für einen ereignisreichen Golf- und Erholungsurlaub auf Hilton Head Island. So eignen sich beispielsweise auch das Palmetto Dunes Oceanfront Resort oder das Omni Hilton Head Oceanfront Resort als Ausgangspunkt für die große Vielfalt an Aktivitäten auf dem Eiland. Diese Resorts sind lediglich 15 Autominuten von Harbour Town entfernt und bieten ihrerseits Top-Golfplätze (Robert Trent Jones Course, George
Fazio Golf Course, Arthur Hills Course).

Herausragende Golfplätze für jeden Geldbeutel

Eine Reise in die Südstaaten North und South Carolina ist für Golfer ein besonderes Erlebnis. In beiden Staaten gibt es zahlreiche herausragende Golfplätze – für jeden Geldbeutel. Denn, ähnlich wie in Großbritannien, findet man im Schatten der großen, historisch belegten Plätze eine Vielzahl wunderschöner Anlagen, für die man nicht mehrere Hundert Dollar Greenfee bezahlen muss.

Eine gute Option, um die beiden Staaten zu erkunden, ist die Anreise über Charlotte. In der näheren Umgebung des Flughafens bieten sich mit dem Gaston Country Club (25 Kilo­meter) und dem Springfield Golf Club (30 Kilometer) zwei Golfanlagen für den ersten Abschlag des Aufenthaltes an. Der Gaston CC befindet sich westlich von Charlotte. Bekanntester „Sohn“ des Clubs ist Harold Varner III, der seit 2016 auf der PGA Tour spielt.

Unvergesslich

Der Springfield Golf Course liegt im Süden des Flughafens von Charlotte, direkt hinter der Staatengrenze auf dem Gebiet von South Carolina. Es ist ein hügeliger Par-72-Platz, dessen Bahnen an vielen Stellen an pracht­volle Südstaatenvillen grenzen.

Eine Runde hier ist die perfekte Einstimmung auf einen Trip durch North und South Carolina. Zwei Staaten, die eine große, ruhmreiche Golfhistorie vorzuweisen haben. Auf diesen Spuren der Golfgeschichte zu wandeln, ist für jeden Golfer ein unvergessliches und lohnenswertes Erlebnis.


REISEANGEBOT: Mit GT-Chefredakteur Oskar Brunnthaler nach Kiawah Island

Lohnenswerte Erlebnisse verspricht auch die GOLF TIME tours Reise nach South Carolina. Zusammen mit GOLF-TIME-Chefredakteur Oskar Brunnthaler geht es zu einem weiteren Hotspot der Südstaaten, nach Kiawah Island. Weitere Informationen und das Angebot gibt es hier: www.golftimetours.com.
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