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Auf der Zielgerade 06.11.2019

FORTUNA Martin Kaymer will sich bei der Turkish Airlines Open nicht auf sein Glück verlassen
FORTUNA Martin Kaymer will sich bei der Turkish Airlines Open nicht auf sein Glück verlassen
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Martin Kaymer rutscht ins Feld der Turkish Airlines Open, muss sich aber steigern, um beim Finale der European Tour startberechtigt zu sein.



Als Nummer 71 im Race to Dubai wäre Martin Kaymer eigentlich nicht startberechtigt für die Turkish Airlines Open gewesen. Zumindest dann nicht, wenn alle in der Jahreswertung vor ihm platzierten ihren Start zugesagt hätten; nur die besten 70 in der Jahreswertung erhalten eine Einladung. Doch aufgrund einiger Absagen ist Kaymer noch ins Feld des ersten Turniers der Europen Tour Finals gerutscht – genauso wie alle Spieler bis zum Ranglistenplatz 85 (Sam Horsfield) im Race to Dubai.

Auch für die Nedbank Golf Challenge – das zweite Final Series Event der European Tour vom 14. bis 17. November im Gary Player Country Club – wäre Kaymer als 71. im Race to Dubai aktuell startberechtigt. Allerdings sollte er sich keine Fehler in dieser Woche erlauben. Nur ein Spieler trennt den Deutschen aktuell von der "Cut Off Position". Diese kann sich in der Woche der Turkish Airlines Open allerdings auch noch in beide Richtungen verschieben.

Aber nur auf sein Glück möchte sich Kaymer vermutlich nicht verlassen müssen und sich lieber mit guten Ergebnissen sowohl für die kommende Woche in Sun City als auch für das Finale im Jumeirah Golf Estates in Dubai empfehlen. Sollte er die Qualifikation für die DP World Tour Championship nicht schaffen, wäre es das erste Mal seit zwölf Jahren, dass er beim Finalevent der European Tour nicht dabei wäre; zum ersten Mal spielte er 2007 mit, damals noch als Volvo Masters.

Kaymers Formkurve in den letzten Wochen zeigt in die richtige Richtung. Nach einem fünften Platz bei der Open de France im Le Golf National gelang dem Deutschen nach einer starken 65 (-6) am Sonntag beim Portugal Masters noch der Sprung auf den geteilten 21. Platz. Auch seine Bilanz bei der Turkish Airlines Open kann sich sehen lassen. Bei vier Teilnahmen gelang ihm drei Mal der Sprung unter die Top 30, bei der letztjährigen Austragung schloß er das Turnier auf dem fünften Rang ab. lassen darauf hoffen, dass es Kaymer aus eigener Kraft schaffen wird, sich für die nächsten Turniere zu qualifizieren und nicht auf seine Mitspieler angewiesen zu sein.

In diesem Jahr zog es das Turnier allerdings vom Regnum Carya Resort (Austragungsort zwischen 2016 und 2018) zurück auf den Platz des The Montgomerie Maxx Royal (2013 bis 2015). "Ich habe hier [bei der Turkish Airlines Open] oft gut gespielt", sagte Kaymer im Vorfeld des Turniers. "Letztes Jahr hat mich der fünfte Platz in eine gute Position für die letzten Turniere gebracht. Genau das ist auch das Ziel für diese Woche. Erst einmal in die nächste Woche kommen und wenn ich zwei gute Wochen erwische, dass ich es auch nach Dubai schaffe."

Sein Spiel fühle sich gut an, sagte der Deutsche. "Ich genieße den gesamten Prozess, den ich aktuell durchlaufe. Mein Fokus liegt auf den richtigen Punkten und lasse mich nicht von Dingen ablenken, die nicht so wichtig sind."

Das Feld der Turkish Airlines Open in diesem Jahr kann sich sehen lassen. Neben der Nummer 1 im Race to Dubai, Bernd Wiesberger, stehen auch Open Champion Shane Lowry sowie der zweifache Titelverteidiger Justin Rose auf der Liste. Hinzu kommen unter anderem BMW PGA Championship Sieger Danny Willett sowie Matt Wallace (Sechster im Race to Dubai), der schottische Senkrechtstarter Robert MacIntyre und der2018er Masters Champion Patrick Reed.

Turkish Airlines Open (European Tour)
Austragungsort: The Montgomerie Maxx Royal
Preisgeld: 7 Mio. Dollar
Headliner: Justin Rose, Bernd Wiesberger, Shane Lowry
Deutsche: Martin Kaymer



Die Challenge Tour ist dagegen schon etwas weiter im Turnierkalender fortgeschritten. Hier findet im Club de Golf Alcanada in dieser Woche bereits das Saisonfinale des Road to Mallorca statt. Beim Challenge Tour Grand Final sind nur die besten 45 der Saisonwertung startberechtigt. In Sebastian Heisele, Nicolai von Dellingshausen und Marcel Schneider sind drei Deutsche beim Finale der Challenge Tour 2019 dabei und spielen um den Aufstieg in die erste Liga.

Die Top 15 im Road to Mallorca Ranking nach dem Grand Final bekommen eine Tourkarte (Kategorie 16) für die European Tour. Aktuell hat Sebastian Heisele (Position 11) etwas mehr als 20.000 Punkte Vorsprung auf den 16. Platzierten und damit beste Chancen, im kommenden Jahr erstklassig unterwegs zu sein. Es müsste schon einiges schief laufen, damit der großgewachsene Deutsche noch aus den Top 15 geworfen wird.

Für Nicolai von Dellingshausen (Rang 33) und Marcel Schneider (Rang 42) geht es beim Challenge Tour Grand Final einzig und allein um eine absolute Top-Platzierung. Nur ein erster oder zweiter Platz würde den beiden Deutschen helfen, um den Sprung unter die besten 15 möglicherweise noch zu schaffen.

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The top 45 #RoadtoMallorca

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Challenge Tour Grand Final (Challenge Tour)
Austragungsort: Club de Golf Alcanada
Preisgeld: 420.000 Euro
Headliner: Callum Hill, Adrian Meronk, 
Deutsche: Sebastian Heisele, Marcel Schneider, Nicolai von Dellingshausen



Ebenfalls um die Spielberechtigung im kommenden Jahr dreht sich alles bei der Second Stage der European Tour Qualifying School. An vier Austragungsorten in Spanien – Alenda Golf in Alicante, Club de Golf Bonmont in Tarragona, Desert Springs Golf Club in Almeria und Las Colinas Golf & Country Club in Alicante – werden in dieser Woche die letzten Startplätze für den Q-School-Marathon bei der Final Qualifying Stage (15. bis 20. November) im Lumine Golf Club vergeben.

An jedem Austragungsort werden etwa 20 Finalplätze vergeben. Aus deutscher Sicht starten 17 Spieler in der Second Stage, darunter Hurly Long, Max Rottluff – der es in den USA bereits in die Final Stage der Q-School für die Korn Ferry Tour geschafft hat – Alexander Knappe, Julian Kunzenbacher, Moritz Lampert und Allen John.

Second Stage (European Tour Qualifying School)
Austragungsort: Alenda Golf, Club de Golf Bonmont, Desert Springs Golf Club, Las Colinas Golf & Country Club
Preisgeld: n.a.
Deutsche: 17 deutsche Spieler an vier Austragungsorten




Auch auf der PGA Tour Champions neigt sich die Saison dem Ende. Mit der Charles Schwab Cup Championship steht aber noch einmal ein echtes Highlight auf dem Spielplan der Altersklasse Ü50. Und einmal mehr hat Bernhard Langer die Chance, die Gesamtjahreswertung für sich zu entscheiden... und nebenbei eine Bonusausschüttung in Höhe von 1 Million Dollar zu erhalten. Seit 2010 gewann Langer fünf Mal den Charles Schwab Cup, zuletzt 2018. In diesem Jahr könnte sich Langer zum sechsten Mal zum besten "Champion of Champions" krönen.

Auf Position 3 in der Gesamtwertung hatte der deutsche Dauerbrenner zwar eine (für seine Verhältnisse) schwache Saison, verbesserte seine Aussichten auf den Gesamtsieg aber durch den zweiten Platz in der vergangenen Woche. Um den Charles Schwab Cup ein sechstes Mal gewinnen zu können muss Langer das Finalevent allerdings gewinnen und ist auch dann noch von den Platzierungen von den derzeit Führenden Scott McCarron (Rang 5 oder schlechter) und Jerry Kelly (geteilter Zweiter oder schlechter) abhängig.

Charles Schwab Cup Championship (PGA Tour Champions)
Austragungsort: Phoenix Country Club
Preisgeld: 2,5 Mio. Dollar
Headliner: Scott McCarron, Jerry Kelly, Colin Montgomerie
Deutsche: Bernhard Langer




Ohne deutsche Beteiligung findet in dieser Woche dagegen die Toto Japan Classic der LPGA Tour statt. Caroline Masson gönnt sich nach ihrem zweiten Platz bei der Taiwan Swinging Skirts LPGA eine Pause und bereitet sich im heimatlichen Florida lieber auf die CME Group Tour Championship – das Finale der LPGA Tour – vom 21. bis 24. November vor.

Toto Japan Classic (LPGA Tour)
Austragungsort: Seta Golf Club
Preisgeld: 1,5 Mio. Dollar
Headliner: Minji Lee, Lexi Thompson, Jeongeun Lee6
Deutsche: –


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