22019
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Drei Spielformen für den Golfplatz 16.04.2019

Drei Spielformen: Below Par
Drei Spielformen: Below Par
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Drei Spielformen für den Golfplatz, die das Ziel haben, Abwechslung in ihr Training zu bringen und Ihren Lernprozess gleichzeitig zu beschleunigen. 


Freddy und Patrick Braun von www.belowpar.de


Der Golfplatz ist eine der besten Trainingsumgebungen. Wir sprechen in unseren Videos immer wieder davon, dass der frühe Morgen oder der späte Abend zu unseren Lieblingsspielzeiten gehören, denn dann ist der Platz oft leer. Das gibt uns die Chance, an einigen Stellen ein, zwei zusätzliche Bälle fallen zu lassen und etwas zu experimentieren.

Wer eine Runde nach der anderen auf dem Heimatplatz dreht und dabei immer und immer wieder dasselbe tut, rutscht unter Umständen in eine Komfortzone: Wir spielen mal besser, mal schlechter — doch so richtig gefordert sind wir nicht. 

Aus diesem Grund stellen wir Ihnen in diesem Beitrag drei Spielformen für den Golfplatz vor, die das Ziel haben, Abwechslung in ihr Training zu bringen und Ihren Lernprozess gleichzeitig zu beschleunigen. 

Best Ball 

Best Ball ist fast schon ein Klassiker unter den Spielformen und wird oft zu zweit gespielt. Best Ball lässt sich allerdings auch problemlos allein spielen, in dem wir jeden Schlag zwei Mal ausführen und jeweils den besseren der beiden weiterspielen. Uns ist bewusst, dass Best Ball unserer ein-Ball-ein-Ziel Philosophie widerspricht und die realen Umstände auf dem Platz nicht widerspiegelt — dennoch hat diese Spielform ihre Berechtigung. 

Wer sich bei jedem Schlag einen Mulligan erlaubt, hat am Ende der Runde ein (fast) optimales Ergebnis auf der Karte stehen. Dieses Ergebnis reflektiert unser Potential und zeigt uns gleichzeitig auf, was für uns möglich ist. Am Ende des Tages erinnern wir uns an das gute Ergebnis, nicht daran, dass wir jeden Schlag zweimal spielten. Es tut gut, sich ab und zu daran zu erinnern, was wir können. Selbstvertrauen und der Glaube an die eigenen Fähigkeiten werden mit sinkendem Handicap immer wichtiger. Best Ball unterstützt beides. 

Worst Ball 

Worst Ball ist, Sie ahnen es, das Gegenteil von Best Ball. Hierbei geht es nicht darum, den besseren der beiden Bälle zu wählen, sondern den schlechteren. Statt uns unserem Potential bewusst zu werden, fordern wir uns bei dieser Spielform. Wir kommen bewusst aus unserer Komfortzone heraus und müssen bei jedem Schlag voll da sein. So lernen wir den Umgang mit Drucksituationen und decken Schwächen in unserem Spiel auf. 

Worst Ball 2.0 

Wer möchte, kann diese Übung leicht abwandeln und jeden Schlag mit einem anderen Schläger ausführen. So spielen Sie am Abschlag beispielsweise nur einen Ball mit dem Driver und einen anderen mit dem Holz 3. Da Sie immer den schlechteren der beiden Schläge wählen, gewinnen Sie eine zusätzliche Portion Klarheit in Bezug auf Ihre strategischen Entscheidungen. 

Plus 1

Nachdem Sie Ihren Ball an einem Loch eingelocht haben, schnappen Sie sich ein Wedge und werfen Ihren Ball an eine Stelle in Grünnähe. Ziel ist es nun, von dort mit nicht mehr als zwei Schlägen im Loch zu landen. 

Wer mit zwei Schlägen im Loch ist (Up & Down), darf vom eigentlichen Score an diesem Loch einen Schlag abziehen. Wer drei Schläge benötigt, lässt den eigentlichen Score unverändert und wer vier oder mehr Schläge benötigt, addiert einen Schlag zum eigentlichen Score an diesem Loch hinzu. 

Diese Spielform belohnt uns für ein gutes kurzes Spiel. Statt eine herkömmliche Runde zu drehen, bei der wir nur alle paar Minuten einen Schlag ausführen, nutzen wir unsere Zeit auf dem Platz um ein paar zusätzliche Bälle zu spielen. Jedes Loch stellt damit eine zusätzliche Aufgabe dar und genau das ist macht die Übung wertvoll. 


Freddy und Patrick Braun sind Brüder, Plus- und Singlehandicapper (+1,4 & 3,6), Bundesliga-Spieler und die Köpfe hinter der Golftrainings-Website BelowPar.de. Freddy spielte vier Jahre lang College Golf in den USA, wo er mit der Wilmington University bei den nationalen Meisterschaften 2016 unter die Top 8 Teams des Landes kam. Während seiner Zeit in den USA lernte er unter anderem von PGA-Tour-Trainern und gewann mehrere Turniere mit dem Team.


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