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"Dann ist es eben vorbei..." 08.04.2018

Bernhard Langer
Die Senioren unter sich: Bernhard Langer und ...
Fred Couples
... Fred Couples gehen zusammen auf die Runde
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Augusta, Georgia – Bernhard Langer und Fred Couples - am Sonntag kommt es zur Nostalgie-Paarung. Sportlich ist das Duo konkurrenzfähig, wenn auch nicht auf allerhöchstem Niveau.

Bernhard Langer wollte auch mit 60 Jahren nicht zum geliebten Major nach Augusta fahren, um eine Nebenrolle zu spielen. Es gehe ihm nicht darum, den Cut zu schaffen, erklärte er im Vorfeld seiner 35, Teilnahme. Er wolle sich oben platzieren und vielleicht sogar ein Wörtchen mitreden um den Titel. So wie zuletzt vor zwei Jahren, als er in der vorletzten Gruppe in den Sonntag ging.

Ein Hauch Nostalgie lag in der Paarung an diesem Sonntag, an dem es dann doch um nicht mehr viel ging. Fred Couples verhalf Bernhard Langer bei seinem zweiten Masters-Sieg 1993 als Titelverteidiger ins Grüne Jackett. 25 Jahre später gingen die beiden Veteranen an diesem Sonntag gemeinsam auf die Runde. Langer und Couples - das Senioren-Duo, das Jahr für Jahr in Augusta beweist, dass man mit Erfahrung und Touch die fehlende Länge ein Stück weit kompensieren kann. Dass im Golfsport auch ein 60-Jähriger noch Major-Titel gewinnen kann.

Längendefizit wird nicht kleiner

Auch in diesem Jahr schafften beide den Cut. Couples trotz Rückenproblemen. Es ist ein schöne Tradition beim Masters, dass man die alten Turniersieger Jahr für Jahr wieder mitmischen sieht. Auch wenn es nicht für eine Top-Platzierung reichte. Das Längendefizit wird nicht kleiner. Bei Langer noch etwas deutlicher sichtbar. Kaum ein Par 5 ist für den Deutschen mehr zu erreichen. Er spielt bisweilen lange Eisen in Grüns, die dafür nicht gebaut wurden. Stattdessen haben wenige Spieler häufiger die Fairways getroffen. 

Dennoch: Vor allem für Bernhard Langer wird einer der schwierigsten Plätze weltweit aufgrund fehlenden Länge noch schwieriger. Umso beeindruckender sind die Ergebnisse. Langer schloss bei +3 ab und wurde geteilter 38. Genauso wie Nostalgie-Partner Couples. Beide notierten an diesem sonnigen Masters-Sonntag eine Par-Runde.

Dann ist es eben vorbei...

Langers Fazit? "Mit dem langen Spiel bin ich absolut zufrieden, das kurze Spiel wurde mit jedem Tag besser, aber alles in allem ist es nicht gut genug", erklärte er. "Ich will auf dem Leaderboard aufscheinen", so die Bilanz. Mit Fred Couples habe er schon viele Schlachten geschlagen habe, aber er habe gerade an Couples gesehen, wie die Zeit am Körper nagt.

"Fred kann maximal noch zehn Turniere im Jahr spielen, mehr lässt sein Kreuz nicht zu", so Langer, der auf seine Zukunft bezogen meint: "Ich weiß auch nicht, wie lange das noch so gut weiter geht. So lange es mir Spaß macht und der Körper mithält, spiele ich, wenn es aber sein muss, dann ist es eben vorbei." Jedenfalls freut er sich auf die The Open in Carnoustie und das Senior Major in St. Andrews im Sommer.


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