BREAK 80 07.12.2016

Bekommen Sie ein Gefühl für günstige und ungünstige Lernerfahrungen
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Teil 1 – Ungünstige und günstige Lernerfahrungen.

Das Projekt BREAK 80 ist ausschließlich an Golfer mit Lust am Lernen und mit Lust an eigener Entwicklung gerichtet. Sind Sie wirklich bereit zu lernen, in einer intensiven Auseinandersetzung mit sich selbst und mit Ihrer vergangenen Lernerfahrung?

Für den klassischen Wanderer mit Golfball oder für den gänzlich untalentierten Golfer ist dieser Artikel Zeitverschwendung. Das sage ich nicht, weil dies negativ zu bewerten ist. Ganz im Gegenteil – dies sind ganz wichtige Zielgruppen im deutschen Golf – nur hätten Sie als jemand dieser Gruppe dann Ihre ganz eigene Anschauung und davon abgeleitet, ganz eigene
Bedürfnisse an dieses Spiel.

Im 1. Teil von BREAK 80 geht es um den Spieler, der schon so manche dienliche, aber eben auch ungünstige prägende Erfahrung gesammelt hat. Die ungünstigen Lernerfahrungen gilt es  zu durchschauen, um den Weg frei zu machen für ein effektives Erlernen einer Bewegung.

Techniktraining, bei dem der Spieler korrigiert wird und dabei keine Chance auf eigene Lösungen aus dem eigenen Lösungsraum hat.

+ „Der Coach steuert das Training so, dass der Spieler auf seine Lösung kommen kann. Nur selbstentdeckte Lösungen bleiben am nächsten Tag erhalten und auch im Wettkampf spielbar und verfügbar“ (Zitat Martin Hasenbein).

– Der Spieler hinterfragt sich und seine Spiel- und auch Trainingserfahrungen nicht. Ein Beispiel: Im Fußball trainieren Coaches eine Mannschaft. Es wäre doch seltsam, wenn z. B. Carlo Ancelotti (Trainer FC Bayern) garnicht zum Spiel erschiene. Ob ein Training sinnvoll war, erkennt man ausschließlich an der Performance am Platz – nirgendwo sonst. Und so ist es doch lustig, dass die meisten Golfer sich in die Bewegung hineinbasteln lassen, ohne dass der Coach das Spiel am Platz gesehen hat und weiß, wie Sie dieses Spiel spielen. Klingt sehr hart, ist aber genau die Realität im Amateurbereich in unserem Sport.

+ Die Spiel-Performance rückt in den Vordergrund und die früher so wichtige Optik und Form der Golfbewegung wird funktional durch den Erwerb von Fertigkeiten (statt Korrekturen) trainiert. Haben Sie dabei keine Angst, Ihr Golfschwung wird auf diesem Wege auch hübsch. Nur mit dem Unterschied, dass es Ihr Schwung wird, und noch wichtiger, dass Sie lernen, mit dem Ball so einiges mehr zu machen (Spielkompetenz).

– Immer dasselbe tun und andere Resultate erhoffen!

+ Spaß und Mut beim Erlernen von Fertigkeiten zum effektiven Golf. Spaß an neuen Informationen. Spaß an eigener Auseinandersetzung mit sich in Sachen Golf. Spaß am ständigen Einordnen neuer Impulse und Erfahrungen. Spaß am Bewusstseinswandel. Spaß am Tun, denn Ihr Golfspiel wartet schon sehnsüchtig auf Sie. Spaß an ehrlicher Selbstreflexion. Spaß an der Herausforderung Golf. Spaß am Bewältigen von Aufgabenstellungen des Spiels am Platz:
» Sind Sie einer der wenigen, der dafür wirklich bereit ist?
» Oder gehen Sie lieber den leichten und seichten Weg, den fast alle gehen?
Der geht so: Nicht wirklich tief einsteigen in alles, was mit dem Spiel zu tun hat, denn Scheitern würde dann schmerzen!

– Der Vergleich mit anderen ist für das Lernen sehr ungünstig.

+ Sie vergleichen sich nicht. Sie holen sich Feedback und eigene Lernstrategien von Menschen, die in einigen Kompetenzbereichen mehr Wissen und Erfahrung haben. Beim Erkennen von dem, was man nicht kann, fängt das Lernen an, wenn dieses Erkennen Sie nicht in Ihrem Gefühls-Ich trifft.

– Leugnung von Tatsachen, sich klein machen oder Verantwortung ans Außen abgeben, bringt nichts.

+ Ehrliche Reflexion, eigene Möglichkeiten erkennen und absolut pro-aktives Handeln ergeben eine solide Basis, Ziele zu erreichen.

– Besser sein wollen oder wichtiger sein wollen als andere wirkt wie eine Lernblockade, da der Fokus nach außen gerichtet ist. Dieses menschliche Entwicklungsstadium schädigt ganz nebenbei auch die vertrauensvolle Bindung zwischen den Menschen, die voneinander lernen könnten. Solch ein egobehaftetes Entwicklungsstadium gibt keine Angst zu (oder hat sie tief verdrängt), weil es hier keinen Bedarf zur Introspektion (nach innen gehen) gibt, sondern weil ein ständiger Drang, nach außen zu gehen, unser Bewusstsein beherrscht. Man will als etwas erscheinen, was man noch nicht ist.

+ Nach innen gehen und neue Gedanken aus dem eigenen Lernen einordnen lernen, um DAS SPIEL zu spielen – ist: wenig Schläge ins Loch.

Golf bedeutet nur, mit wenigen Schlägen ins Loch zu kommen. 

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