BREAK 90 20.10.2016

Erfolgreiche PGA Teaching Pros: Die Brüder Sebastian (links) und Marco Zaus (rechts)
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Der vorherige Artikel "BREAK100" hat in der Praxis funktioniert. 
Die Ergebnisse der Schüler, die sich mit diesem Thema auch nur zwei Wochen auseinandersetzten, haben dies bestätigt. Nun werden die Sprünge (von „BREAK100“ zu „BREAK90“ und später von „BREAK90“ zu „BREAK80“) immer spannender und natürlich auch individueller.

Beim Projekt "BREAK90" gelangen Sie 
noch lange nicht an Ihre persönlichen Grenzen – eher wird ihnen Zeitmangel im Wege stehen. Bekommen Sie einfach nur ein Gespür für die Fertigkeitsanforderung von U90 Schlägen – Ermutigung und Inspiration reichen hier erstmal völlig aus. Wir Coaches betreuen sie solange leidenschaftlich, bis 
der Funke zu Ihnen überspringt.

1.) Lernen Sie Ihre aktuellen Kernthemen kennen – hierzu drei Vorschläge von uns. Besser wäre es jedoch, diese mit dem Pro Ihres Vertrauens für Sie passend und individuell herauszufinden – unsere Erfahrung zeigt, dass in dieser Spielstärke die Selbstwahrnehmung noch sehr von dem abweicht, was tatsächlich den gewünschten Sprung nach vorne ermöglicht:

"Educated hands": Handaktionen und Unter­armrotation spielerisch erlernen und dabei den Ball im Wechsel links- und rechtsdrallen lassen (geht im Winter auch indoor mit TrackMan/wir empfehlen dies herzlichst). Dieses Kernthema wird später mit Ihrer 
Weiterentwicklung immer wichtiger.
(Wussten Sie, dass Pros intuitiv umgreifen ohne dies wahrzunehmen und ohne dies zu wissen? Sie wissen es nicht! Und warum nicht? Weil Sie es spielerisch erlernt haben - und somit auch gedankenbefreit am Platz anwenden können!)

Schlaglängen vermessen, dadurch kennenlernen und gegebenenfalls optimieren (TrackMan-Optimizer-Programm hierzu sehr hilfreich und zeitsparend)

Erste Auseinandersetzung mit Pitch-Längenkontrolle: min. drei Distanzen (30,50,70 Meter/TrackMan hierzu sehr hilfreich und zeitsparend). Dieses Kernthema wird später mit Ihrer Weiterentwicklung immer wichtiger.
Sie sollen natürlich alles, was Golf ist oder sein kann, in sich aufsaugen. ABER: Verfolgen Sie nur maximal 3 individuelle Kernthemen. Bringen Sie diese auf eine neue Stufe, bevor Sie neue Kernthemen verfolgen! Weniger ist wirklich mehr!

2.) Hier eine Liste der klassischen Fehler von Über-90-Spielern, die es zu vermeiden gilt: Keine Rundenanlyse (und Differenzierung und Einschätzung von Anzahl der Schläge im langen Spiel und kurzen Spiel); zu wenig Loft am Driver; Driver im Treffmoment zu wenig in der Aufwärtsbewegung (5° nach oben wäre klasse); der Glaube, keinen Pro zu brauchen; häufig noch ungefittete/zu schwere Schläger; Slice-Faktoren aller Art; zu langes Ausholen ohne Beschleunigung zur Fahne; grundsätzlich kaum Auseinandersetzung mit Kraftfaktoren wie weiches Peitschen und aktives Schlagen; schlechtes Zeitmanagement und kaum Planung; Selbstzweifel und Visionslosigkeit; Ausreden statt Lösungen; kompliziertes Herangehen; Schlaglängen überschätzt; ungünstige Risiko-Nutzen-Abwägung; falscher Ehrgeiz statt Inspiration fürs Lernen; sich aus der Sicht der anderen betrachten statt Fokus nach Innen; Bezug zum Sportiven verloren, usw.

3.) Kindergolf am Beispiel Beni, 11 Jahre: 
Seine aktuelle Schlaglänge vom 
Tee = 160m, seine momentane max. 
Weite vom Boden = 140m. Daraus ergeben sich seine persönlichen Pars wie folgt:
0 bis 160 = sein Par 3
161 bis 300 = sein Par 4
301 bis 440 = sein Par 5
441 bis 580 = sein Par 6
Daraus ergibt sich für Beni 
z.B. im GC am Reichswald 
ein Par von 87 Schlägen – statt den gewohnten 72. Würde sich Benis Schlagweite um 40m erhöhen, so würde sich sein Par auf 77 reduzieren. Bekommen Sie den Transfer für Ihr Spiel an diesem Beispiel hin?

Streichen Sie also die Par-Angaben auf 
der Scorekarte und schreiben Sie stattdessen Ihr persönliches Par an jedes Loch! Vorteil: So lernen Sie den Bezug der Schlagweite auf das Par kennen und die Handicap-Denke entfällt! Sie spielen dann gegen Par wie ein Profi – 
nur dass es eben Ihr persönliches Par ist.

4.) KST ist ein zusätzlicher Score, der Ihnen ein Gespür zu Ihrer Kurzspielleistung vermittelt. Sie schreiben alle Schläge ab 99m bis ins Loch extra auf. Dabei ist 42 Schläge die Kennziffer, die es zu erreichen oder zu unterbieten gilt. Beispiel: bei 52 Schlägen im Bereich von KST haben Sie 10 Schläge im Kurzspielbereich verschenkt – so einfach ist das – und doch kann es uns kaum jemand wirklich erklären, wo genau die Schläge am Platz liegen gelassen wurden. Jetzt können Sie es.

Keine falsche Zurückhaltung, machen Sie 
das Beste aus sich als Golfer.
Sie werden genau zu dem, womit Sie sich beschäftigen – Sie haben sich eben noch nicht wirklich damit beschäftigt, 
wenn Sie die 90 noch 
nicht erlegt haben.

Marco & Sebastian Zaus, Fully Qualified PGA Professionals, Coaches von zahlreichen Auswahlspielern.
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