golf time 42020
Coverstory: PHIL MICKELSON DER STRAHLEMANN
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Champagne-Tony 19.10.2015

Die Schotten fanden es nur bedingt lustig: Tony Lema gewinnt 1964 die British Open in St. Andrews bei seiner ersten Teilnahme
Vorbild: Lemas Schwung galt als perfekt
The Open 1964: Die letzten Augenblicke vor dem sensationellen Sieg
Rückkehr: Der frischgebackene Champion betritt amerikanischen Boden
Mentor: Arnold Palmer lieh Lema Caddie und Putter ...
... beim Ryder Cup gewannen sie zweimal gemeinsam
Win-win-Situation: Moët & Chandon trat als Sponsor von Tony Lema auf
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British Open-Sieger im ersten Anlauf. Das viel zu kurze Leben des Mannes, der nach jedem seiner Siege die Korken knallen ließ. Der 24. Juli 1966 war ein heißer Sommertag in Akron, Ohio. Tony Lema und seine Frau Betty hatten ein Flugzeug gechartert, das sie nach Chicago fliegen sollte. Am nächsten Tag fand dort ein lukratives Einladungsturnier statt. Doch es bedurfte einiger Überredungskunst, um Tony zu überzeugen, die Maschine zu besteigen, weil der Pilot eine Frau war. Die Spieler des Lansing Sportsman’s Golf Club, der sich in unmittelbarer Nähe zum Chicago Hammond Airport befindet, waren es gewohnt, dass Flugzeuge über sie hinwegschwebten, doch diese Maschine flog viel zu niedrig. Man konnte hören, dass die Motoren nicht mehr rund liefen, sie stotterten und gaben Fehlzündungen ab. Dann mussten die Golfer auf der Anlage mit ansehen, wie der Flieger in Schräglage geriet; und als eine der Tragflächen den Boden berührte, zerschellte Tony Lemas Flugzeug aufgrund einer defekten Treibstoffleitung am Boden. Ungeduld. Anthony David „Tony“ Lema wurde am 25. Februar 1934 in Oakland, Kalifornien, geboren. Seine Eltern waren Einwanderer aus Portugal, die ihre vier Kinder im heruntergekommenen Industriestadtteil San Leandro vor den Toren San Franciscos aufzogen. Als Tony drei Jahre alt war, starb sein Vater an einer Lungenentzündung. Tonys Mutter Clotilda rieb sich auf, um die Familie zu versorgen. In seiner Jugend kam Lema einige Male mit dem Gesetz in Konflikt. Doch schon bald entdeckte der Junge seine Liebe zum Golf und schlich sich bei jeder Gelegenheitauf den Lake Chabot Municipal GC, wo ihn der Golflehrer Lucius Bateman gemeinsam mit seinen Kollegen unterrichtete. Die vornehmliche Motivation Golf zu spielen lag natürlich in Tonys Hoffnung, irgendwann dem Armenviertel, in dem er aufwuchs, den Rücken kehren zu können. Als ihm dieser Prozess zu langwierig erschien, schrieb er sich im Alter von 17 Jahren bei den Marines ein und leistete vier Jahre Mili­tärdienst in Korea. Nach seiner Rückkehr stand Lema am Scheideweg. Er gehörte zur Unterschicht, verfügte über keinen nennenswerten Bildungsabschluss und war mit 23 Jahren zu alt und mittellos, um eine weiterführende Ausbildungsrichtung einzuschlagen. Dank seines Golftalents ergatterte Tony einen Job als Assis­tent-Golflehrer bei John Geersten im San Francisco GC, einem der renommiertesten Golflehrer der USA. Während seiner zweijährigen Lehrzeit machte Tonys Spiel rasante Fortschritte. Doch schon 1957 nagte die Ungeduld an ihm und Lema nahm kurzentschlossen eine Stelle als Head Professional im Ruby View GC in Elko, Nevada, an. Gleichzeitig ließ er sich auf einen Deal mit Eddie Lowery ein, der ihn mit 200 Dollar pro Woche sponserte, damit Lema Turniere spielen konnte. Lowery ist bekannt als der zehnjährige Caddie des berühmten Francis Ouimet, als dieser 1913 die U.S. Open als Amateur gewann. Später wurde Eddie ein erfolgreicher Geschäftsmann. Nach anfänglichen Erfolgen frequentierte Lema jedoch lieber die Clubhausbars und alsbald hatte er über 10.000 Dollar Schulden bei Lowery. Hier klicken für ausführlichen Bericht


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