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Das optimale Set-up finden 28.02.2018

Jason Day auf dem Putting-Grün
Jason Day auf dem Putting-Grün
Jason Day auf dem Putting-Grün
Jason Day auf dem Putting-Grün
Jason Day und sein Coach Colin Swatton
Jason Day und sein Coach Colin Swatton
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Der australische PGA-Tour-Star erklärt, wie Sie sich richtig ausrichten und worauf Sie vor dem Putt achten sollten, um auf dem Grün konstant zu performen.

Ein Spiegel bringt die Augen in die richtige Position

Das Erste, was Colin (Jason Days Coach und Ex-Caddie, Anm. d. Red.) und ich jede Woche auf dem Übungsgrün bei einem Tour-Event machen, ist, mein Putting-Set-up einzustellen.

Ich benutze dafür einen Spiegel, der auf dem Boden liegt, und ein Gerät, das wir den "Guru" nennen. Das versichert mir, dass mein linkes Auge über dem Ball und leicht innerhalb der Ziellinie ist. Dies ist die optimale Position für mich, um den Putt ohne eine Parallaxe – ein Effekt, der die scheinbare Änderung der Position eines Objektes vorgibt, wenn man seine eigene Position verändert – ausführen zu können.

Kopf und Augen über den Ball

Einfach ausgedrückt: Wenn der Kopf und die Augen nicht korrekt über dem Ball positioniert sind, wird man keine akkurat gerade Linie zum Loch sehen können. Man muss den Ball so ansprechen, dass man eine konstante, kontrollierte, wiederholbare Puttbewegung machen kann und dabei nur minimal ausgleichen muss.

Hier nun einige Tipps, mit der Sie Ihr Putting garantiert verbessern werden:

  • Die Ausrichtung der Augen verfeinern: Weil Sie seitwärts und mit dem Kopf nach vorn gebeugt über einem Putt stehen, können Ihnen die Augen einen Streich spielen, wenn Sie die Linie rauf- und runterschauen. Finden Sie die Position, die für Sie am besten funktioniert.

  • Halten Sie die Handgelenke ruhig: Um ungewollten Bewegungen des Handgelenks vorzubeugen, trainiere ich häufig mit einem Ball zwischen meinem rechten Handgelenk und dem Puttergriff. So merke ich sofort, ob sich mein Handgelenk während des Putts bewegt. Wenn ich es falsch mache, drücken meine Hände entweder kräftiger gegen den Ball oder der Ball fällt herunter.

  • Eine Bewegung für alle Putts: Tiger sagt, er habe zwei Puttbewegungen, je nachdem, auf welchem Grün er puttet. Ich habe nur eine Bewegung, die ich im Tempo anpasse, je nachdem, ob das Grün schnell oder langsam ist. Es ist einfacher, nur ein Element anzupassen.

Die Qualität Ihres Puttings hängt zu großen Teilen von der Qualität Ihrer Basics ab. Wenn Ihre Haltung, Ausrichtung und Augenlinie gut sind, ist der Putt relativ einfach. Es geht nur um einen guten Rhythmus und darum, den Kopf ruhig zu halten. Dann trifft man Putts konstant und kontrolliert. Auf die folgenden Punkte konzentriere ich mich vor einem Putt.

1. Einfach über dem Ball: Ein Grund, warum ich ein konstant guter Putter bin, ist mein simples Set-up. Ich stehe in Standard-Position zum Ball, mit den Füßen, Knien, Hüften und Schultern parallel zur Ziellinie.

2. Den Schaft vertikal halten : Ich mag es, meine Hände in einer neutralen Position zu halten, sodass sie nicht zu sehr nach vorne vor den Ball gezwungen werden oder zu weit nach hinten. Das führt den Schaft beim Ansprechen des Balls in eine vertikale Position. Deshalb nutze ich einen Putter mit weniger Loft als die meisten anderen Spieler. Wo die meisten Spieler 3° oder 3,5° Loft haben, spiele ich einen Putter mit 2° bis 2,5°. Es ist wichtig, dass das Set-up und die Loftzahl des Putters zu Ihrer Ansprechposition und Puttbewegung passen.

3. Treuer Ballroll: Das Letzte, was man will, ist, dass der Ball von der Schlagfläche rutscht. Das ist entscheidend auf schnellen Grüns. Es ist schwierig, die Distanz richtig einzuschätzen, wenn der Ball mit einem Hüpfer startet. Um einen reinen Ballroll zu erzeugen, spiele ich den Ball von einer Position, die in meinem Stand leicht vorne liegt. Das hilft mir, den Ball in einer leichten Aufwärtsbewegung zu treffen.

4. Fokus auf die Griffstärke: Ich halte den Putter mit genug Kraft, dass er sich in meinem Griff nicht bewegt. Schon minimale Bewegungen können den Putter beim Ansprechen oder während des Putts leicht verdrehen. Ich möchte den Putter aber gleichzeitig auch nicht so fest greifen, dass sich meine Arme und der Rest des Körpers anspannen.


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