"Das war der Killer..." 17.07.2017

Bernhard Langer
Bernhard Langer verpasst den Titel durch späte Patzer
Bernhard Langer
Der Deutsche hätte die Senior Players Championship zum vierten Mal in Folge gewinnen können
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Bernhard Langer sieht lange wie der sichere Sieger der Senior Players Championship aus. Dann kommt das Par 3 der 17.

Eigentlich war alles angerichtet für einen neuen Rekord. Einen der vielen, die Bernhard Langer auf der PGA Tour Champions hält. Er hätte der erste Senior werden können, der ein Major-Turnier vier Mal in Folge gewinnt. Das Erstaunliche: Die Senior Players Championship findet nicht wie sein sawgrass-treues Pendant der Herren stets auf dem gleichen Platz statt, sondern wechselt. 2014 ging es in den Fox Chapel Golf Club in Pittsburgh, Langer siegte. So auch auch 2016 im Belmont Country Club 2015 sowie dem Philadelphia Cricket Club im vergangenen Jahr. Am Ende präsentierte stets ein glücklicher Bernhard Langer den Pokal.

2017 sah es lange Zeit danach aus, als würde Langer am Ende erneut mit Silbertrophäe strahlen. 70 Löcher lang, um genau zu sein. Doch auf der 71. Bahn zeigte Langer, was er selten zeigt: einen ganz schlechten Golfschlag. Sein Abschlag auf dem Par 3 landete im Wasser, ein Doppel-Bogey auf die Score-Karte. Aus einer knappen Führung wurde ein knapper Rückstand. Auf der 18 schlug Langer, in der Schlussgruppe unterwegs, dann seinen Ball nahe an den Stock, doch sein Putt zum Birdie und zum Einzug ins Stechen gegen den späteren Sieger Scott McCarron wollte erneut nicht fallen.

"Das war der Killer..."

Es hat einfach nicht sein sollen an diesem Sonntag im Carves Valley Golf Club. "Ich habe einen guten Putt gemacht auf der 18", erklärte Langer nach der Runde. "Aber das Fiasko war die 17. Ein schrecklicher Abschlag und dann nicht mal das Bogey gerettet. Das war der Killer. Ich habe genau dorthin geschlagen, wo man nicht hinschlagen darf. Auf diesem Loch hat man von überall eine Chance. Links, kurz, lang, aber nicht aus dem Wasser."

"Es wird noch eine Weile wehtun", so Langer weiter. "Ich hatte eine gute Chance auf den Titel. Even Par auf den letzten Löchern hätte gereicht, aber manchmal ist leichter gesagt als getan."

70 Bahnen lang war Langer auch im vierten Jahr in Folge die dominante Person dieses Senioren-Majors, leider wird man aber vor allem die Löcher 71 und 72 in Erinnerung behalten.
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