The Big Short 06.10.2017

Justin Thomas
Justin Thomas
Bei der Open Championship 2017 zollte Justin Thomas mit seinem Outfit den Champions des 19. und frühen 20. Jahrhunderts seinen Respekt
Bei der Open Championship 2017 zollte Justin Thomas mit seinem Outfit den Champions des 19. und frühen 20. Jahrhunderts seinen Respekt
Mit 23 Jahren ist Justin Thomas der jüngste Spieler in der Geschichte der PGA Tour, dem eine Runde unter 60 Schlägen gelang. Bei der Sony Open 2017 in Hawaii startete er mit diesem Ergebnis ins Turnier und gewann souverän
Mit 23 Jahren ist Justin Thomas der jüngste Spieler in der Geschichte der PGA Tour, dem eine Runde unter 60 Schlägen gelang. Bei der Sony Open 2017 in Hawaii startete er mit diesem Ergebnis ins Turnier und gewann souverän
So wird man Sieger einer PGA Championship! Mit einem Eisen 7 greift Justin Thomas die Fahne von Loch 17 des Quail Hollow Club in Charlotte, North Carolina, aus 190 Metern erfolgreich an
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Justin, Jordan und Rickie – auf und abseits des Platzes sind sie enge Freunde, die sogar einmal im Jahr einen gemeinsamen Urlaub verleben
Justin, Jordan und Rickie – auf und abseits des Platzes sind sie enge Freunde, die sogar einmal im Jahr einen gemeinsamen Urlaub verleben
Gute Freunde kann niemand trennen – Rickie Fowler und Justin Thomas während der 3. Runde der PGA Championship
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Seit 2007 sind Justin Thomas und Jordan Spieth eng befreundet. Zehn Jahre später gehören beide zu den besten Golfern der Welt
Seit 2007 sind Justin Thomas und Jordan Spieth eng befreundet. Zehn Jahre später gehören beide zu den besten Golfern der Welt
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Mit sagenhaften fünf Siegen in der laufenden Saison, darunter die PGA Championship und der 10-Millionen-FedExCup-Jackpot, hat sich Justin Thomas als einer der besten Spieler der Welt etabliert. Höchste Zeit, dass wir Ihnen diesen besonderen jungen Mann vorstellen, der wirklich erst seine dritte Saison auf der PGA Tour erlebt. – Von Götz Schmiedehausen

Obwohl er seit drei Jahren in den USA ganz legal Alkohol trinken dürfte, sieht Justin Thomas trotz seiner 24 Jahre wie jemand aus, den der Barkeeper garantiert nach dem Ausweis fragen wird. Der US-Amerikaner aus Louisville, Kentucky, bringt bei 1,77 Metern Körpergröße gerade einmal 65 Kilogramm auf die Waage und kaschiert gerne mit einem Drei-Tage-Bart seine jungenhaften Gesichtszüge. Wenn man dem jüngsten Sieger einer PGA Championship Auge in Auge gegenübersteht, kann man sich kaum vorstellen, dass dieses schmale Hemd seinen Ball vom Abschlag wirklich über 280 Meter wuchten kann – im Durchschnitt – und damit zu den zehn besten Longhittern auf der Tour zählt. 

Justin Thomas entstammt einer waschechten Golffamilie. Auch Großvater Paul spielte auf der PGA Tour und nahm 1962 an der U.S. Open in Oakmont teil. Vater Mike hatte ähnliche Ambitionen, heute arbeitet er als Golflehrer. Schon als sein Sohn eineinhalb Jahre alt war, nahm Justins Vater ihn mit zu seinem Arbeitsplatz, dem Golfclub Harmony Landing vor den Toren von Louisville, Kentucky, denn der Knirps war, seit er Laufen gelernt hatte, verrückt nach Golf. Neben „Mama“ und „Papa“ gehörte „Bag of Balls“ zu den ersten Worten, die Justin sprechen konnte, um so nach einem weiteren Säckchen Bälle verlangen zu können.

Drei Generationen, drei Asse – am gleichen Loch

Mit den Jahren wuchs Justins Golfbegeisterung immer weiter. Schon als Sechsjähriger schlug er (mit einem gekürzten Driver) sein erstes Ass – ausgerechnet auf der 16. Bahn von Harmony Landing, einem knapp 130 Meter langen Par-3-Loch. „Auch mein Großvater und mein Vater haben hier schon getroffen“, erzählt Justin. „Drei Generationen, die am gleichen Loch ein Hole-in-One erzielen konnten. Wie viele Familien können das schon von sich sagen?“

Obwohl Justins Vater Mike ihm die Grundlagen des Spiels beigebracht hat und ihm immer mit Rat und Tat zur Seite stand, wenn er Hilfe benötigte, hielt er sich bei der golferischen Entwicklung seines Sohnes doch bewusst weit mehr zurück, als man es von einem Golflehrer vielleicht erwarten würde. Viele der Lektionen, die Justin von ihm erhielt, dauerten zudem meist nur 15 Minuten.

"Ich wollte, dass er sein eigenes Spiel verstand"

Zum einen war Mike Thomas ein vielbeschäftigter Mann, der neben dem Golfunterricht auch versuchte, als Playing Pro Fuß zu fassen. Aber vor allem hatte Mike viel zu viele Golfeltern erlebt, die es mit ihrem Engagement so übertrieben hatten, dass dem Nachwuchs die Lust am Spiel verging.

„Es war mir wichtiger, dass wir Freunde sind, als dass er ein guter Spieler wird“, erzählt Mike Thomas rückblickend. „Ich habe meist nur beobachtet, wie er ein paar Bälle schlug. Dann habe ich ihn gefragt, wie er sich die Flugkurven erklärte. Ich wollte, dass er sein eigenes Spiel frühzeitig verstand.“

Sie wollen die ganze Justin-Thomas-Story lesen? Dann sollten Sie einen Blick in die aktuelle GOLF TIME 7/2017 werfen. Seit dem 2. Oktober ist sie am Kiosk erhältlich und liegt in den deutschen Golfclubs aus.
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