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Der Schwung mit dem Fairwayholz 05.06.2019

Holz vom Boden: Tipps von Matthias Schwab
Holz vom Boden: Tipps von Matthias Schwab
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Viele Golfer haben Schwierigkeiten, das Holz 3 vom Fairway, also vom Boden zu spielen. Golf-Profi Matthias Schwab gibt Hilfe.



Es ist auch tatsächlich ein schwieriger Schlag, weil bedingt durch die Schlaglänge der Ball sauber getroffen werden soll, damit er sein Ziele erreicht und nicht irgendwo landet. Es besteht ein großer Unterschied, ob das Holz 3 vom Tee geschlagen wird oder vom Boden. Natürlich geht es vom Tee wesentlich leichter und besser als vom Fairway.

Eintreffwinkel

Wenn man einen sauberen, zweiten langen Schlag auf einem Par 4 oder einen sogenannten Transportschlag vom Fairway auf einem Par 5 braucht, dann funktioniert das häufig nicht so gut. Es kommt immer wieder zu sogenannten „fetten“, „dünnen“, „getoppten“ und weiß Gott welchen Fehlern. Häufig liegt es am Eintreffwinkel der Schlagfläche zum Ball. Wenn der Ball aufgeteet ist, dann ist es okay, den Ball zu treffen, wenn der Schlägerkopf im Durchschwung/Treffmoment schon wieder auf dem Weg nach oben ist. Ich schlage das Holz 3 vom Tee ähnlich wie den Driver, also ist der Ball-Treffmoment, wenn der Schlägerkopf schon wieder leicht auf dem Weg nach oben ist. Das funktioniert gut. Wenn der Ball am Boden, also auf dem Fairway liegt, geht das nicht mehr. Die Gefahr, den Ball zu toppen oder einen sogenannten „dünnen“ zu schlagen, ist groß. 

Ich achte darauf, dass der Ball vom Schlägerkopf am tiefsten Punkt des Schwungs getroffen wird. In meiner Vorstellung treffe ich den Ball dann, wenn der Schlägerkopf Boden/Fairway berührt.

Treffmoment

Zum Setup ist zu sagen, dass ich den Ball nicht zu weit vorne, also nicht zu nahe am linken Fuß habe und dann bestrebt bin, im Schwung den Ball keinesfalls in der Aufwärtsbewegung zu treffen. Den Durchschwung versuche ich so zu automatisieren, dass ich immer ganz leicht im Abschwung, fast möchte ich sagen, gleichzeitig mit dem Schlägerblatt an den Ball und auf den Boden komme. Der Treffmoment ist dadurch dann am tiefsten Punkt des Schwungs und so produziere ich häufig gute Fairway-Schläge mit meinem Holz 3.  

So wie immer und überall im Golfsport gibt es viele Möglichkeiten, seinen Schwung zu gestalten und auszuführen. Mir ist natürlich bekannt, dass Golflehrer unterschiedlichste Techniken, Vorstellungen und Schwünge lehren. So kann man auch das Fairwayholz auf unterschiedlichste Art und Weise spielen, mit unterschiedlichen Vorstellungen herangehen und erfolgreich sein.



Wichtig ist, dass der Schwung des Spielers, so wie beim Drive bereits festgehalten, zu seiner Person, seinen Möglichkeiten und Fähigkeiten passt. Das gilt es auch durch den Pro zu erkennen. Der gute Pro erkennt, was sein Schützling erlernen kann. Am Spieler selbst liegt es dann, den erlernten Schwung zu festigen und vor allem durch Training zu automatisieren. Der Schwung soll so gut wie möglich immer wiederholbar sein. Je besser und zuverlässiger ein Schwung zu wiederholen ist, umso geringer wird die Gefahr, Fehler zu machen.

Ich möchte hier durch meine Ausführungen nicht den Pros Konkurrenz machen, sondern wieder darauf hinweisen, dass Sie beim Pro Ihres Vertrauens am besten aufgehoben sind. Es fehlt hier auch der Platz, um auf alle wichtigen Punkte einzugehen. Daher bitte Pre Shot-Routine, Griff, Stand, Zielen, Schwunggedanken, Körperspannung usw. mit Ihrem Pro besprechen, erarbeiten und üben. 

Viel Spaß und ein schönes Spiel.

Ihr Matthias Schwab


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