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Coverstory: Profi-Tipps DIE HANDICAP TASKFORCE
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Die perfekte Dehnübung 02.12.2019

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Wer die Gabe zur Beweglichkeit hat, spielt einfach besser. Dr. Norbert Dehoust stellt Ihnen die perfekte Dehnübung für Golfer vor.

Dr. med. Norbert Dehoust, Lehrstellenleiter der deutschen Gesellschaft für Manuelle Medizin (MWE)

Nicht nur die älter werdenden Golfer würden von etwas mehr „Drehfreude“ profitieren, nein, auch bei etlichen jüngeren Golfern könnte sich etwas mehr Beweglichkeit, im Sinne der Rotationsfähigkeit des Schultergürtels gegenüber dem feststehenden Unterkörper, vorteilhaft für das Golfspiel auswirken. Im Rahmen der orientierenden Bewegungsprüfung bei Golf-Professionals können wir in der Regel eine ausgeprägte Beweglichkeit im Sinne der Rotationsfähigkeit des Schultergürtels gegenüber einem stabilen Unterkörper feststellen.

Das macht es dem Spieler leicht, auf den idealen Wegen der Schwungbahn zu bleiben, das heißt, SIE oder ER konzentriert sich vornehmlich auf die Koordination der Bewegungsabläufe auf einer idealen Schwungbahn und um die Beweglichkeitsdefizite nicht mit kompensatorischen Bewegungen ausgleichen. Über kompensatorische Bewegungen haben wir anhand der Bewegungseinschränkungen der Halswirbelsäule schon gesprochen. Damit kommt auch der Zeitfaktor ins Spiel. 

Schwung vorzeitig zu Ende

Ein Golfer, der den Schultergürtel im Rückschwung nicht hinter oder auf die Höhe des Balls drehen kann und frühzeitig das Bewegungsende spürt, hat möglicherweise eher die Tendenz, den Durchschwung mit den Händen einzuleiten und nicht mit dem Unterkörper. Den Schwungfehler, der sich gerne daraus ergibt, kennen viele Golfer, die die Tendenz haben, mit den Händen zu starten und dabei "over the top" zu schwingen mit der Folge, von außen an den Ball zu kommen. 

Dies trifft in erster Linie für den vollen Schwung zu. Das kann jeder von uns nachvollziehen. Man trifft in den Clubs auf eine Vielzahl auch älterer Golfer, die mit regelmäßigem Üben und viel Spielen oft ein überproportional gutes kurzes Spiel aufweisen und in der Lage sind, aus kurzen Distanzen den Ball "tot an den Stock" zu legen, aber beim langen Spiel mit ihren Beweglichkeitseinschränkungen zu kämpfen haben und über ein solides Amateurhandicap nicht hinauskommen. 

Damit ist die Frage nach dem "Talent" des Golfers um eine Facette reicher geworden, nämlich der Gabe der Beweglichkeit. 

Was tun für mehr Drehfreude?

Die üblichen Bewegungs- und Dehnungsempfehlungen laufen hier meistens ins Leere, weil sich mit den von ambitionierten Golfern ausgeführten Eigendehnungsversuchen oft nur geringfügige oder zumindest keine länger anhaltende Beweglichkeitsverbesserung erzielen lässt… wenn man nicht mit "Ankertechniken" arbeitet, die eine strukturelle Dehnung erlauben und über längere Zeiträume betrieben werden, als die oft genutzten 10 bis 15 Sekunden.

  • Langsam und vorsichtig in die Endposition
  • Übung mindestens 30 Sekunden halten



links: normale Dehnübung, rechts: Dehnübung für Golfer mit Ankertechnik


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