Golf nützliches Werkzeug für U.S-Präsident 19.04.2017

Donald Trump
Donald Trumps Sohn Eric verteidigt die zahlreichen Ausflüge seines Vaters auf den Golfplatz
Donald Trump
Trump bei einer Runde mit Japans Premier Shinzo Abe
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Donald Trump ist ein leidenschaftlicher Golfer. Und steht wegen seiner zahlreichen Golfrunden als Präsident in der Kritik. Zu Unrecht, wie sein Sohn findet. 

Donald Trump bevorzugt für politische Gespräche oft den Golfplatz anstelle des Konferenzraums. Der U.S.-Präsident ging zum Beispiel bereits mit Japans Premier Shinzo Abe auf die Runde. Trump hatte im Wahlkampf seinen Vorgänger Barack Obama dafür kritisiert, zu viel Zeit auf dem Golfplatz zu verbringen. Um jetzt selbst noch deutlich öfter abzuschlagen. Einige Medien scherzten bereits, Trump spiele mehr Golf als Tiger Woods.

Der Golfer-in-chief (Golf Digest) reist am Wochenende gerne nach Mar-a-Lago in Florida. Die begleiteten Sicherheitsmaßnahmen der Besuche verschlingen Millionen, die Bürgermeisterin von Palm Beach forderte bereits Ausgleichszahlungen. Bisher ohne Erfolg. Auch deshalb nimmt die Kritik an Trumps kostspieligem Hobby zu.

"Nicht nur Stressabbau"

Trumps Sohn Eric verteidigt das Vorgehen seines Vaters. Er sieht die Besuche und Golfrunden in Mar-a-Lago nicht nur als Stressabbau, sondern auch als Maßnahme, um Beziehungen aufzubauen: „Man kann mit jemandem in einem Golfcart sitzen und trotz kultureller Differenzen oder Kommunikationsproblemen eine gute Zeit haben“, erklärte er in einem Interview mit dem Irish Independent

„Es entstehen dort viel eher Freundschaften, als in einem Konferenzraum. […] Das Estate ist ein effektives Werkzeug für meinen Vater, um jemanden kennenzulernen, während man nicht an einer hölzernen Trennwand sitzt, die ein Gespräch sofort anstrengender macht.“

Eine Million Aufnahmegebühr

Mar-a-Lago ist ein Nobel-Club in Palm Beach an der Ostküste Floridas. Trump kaufte das Grundstück (circa 35.000 Quadratmeter) in den 80er Jahren, um es in der Folge aufwendig zu renovieren. 2005 heiratete er dort seine aktuelle Frau Melania.

Die Aufnahmegebühr in den Golfclub der Anlage soll über eine Millionen U.S-Dollar kosten. Trump empfing hier zuletzt auch den chinesischen Staatspräsidenten Xi Jinping. Dieses Mal allerdings ohne dabei den Golfschläger zu schwingen.
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