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Eisen oder Hybrid? 10.07.2019

Eisen oder Hybrid – Matthias Schwab
Eisen oder Hybrid – Matthias Schwab
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Eisen oder Hybrid? Matthias Schwab beschäftigt sich mit dieser Frage und fällt eine überraschend klare Antwort.


Matthias Schwab, Jahrgang 1994, European-Tour-Spieler

Viele Amateurgolfer tun sich schwer dabei, die langen Eisen gut zu spielen. Eisen 5 bis 2, Driving Irons , usw. sind ja wirklich schwerer zu spielen als die kurzen Eisen. Das ist darauf zurückzuführen, dass bei den langen Eisen vor allem die Schlägerkopfgeschwindigkeit sehr hoch sein muss. Der Schwerpunkt des Schlägerkopfes ist naturgemäß nicht weit hinter der Schlagfläche und man bekommt dadurch den Ball nur dann gut in die Luft, wenn der Ball gut getroffen wird und die Schlägerkopfgeschwindigkeit hoch ist. Viele Amateurgolfer bringen keine Schlägerkopfgeschwindigkeit von zumindest 90 Meilen pro Stunde oder mehr zusammen. Das ist aber nötig, um die langen Eisen gut zu spielen. 

Unterschiedliche Bauweise

Bei den Hybrids ist die Bauweise des Schlägerkopfes gegenüber den langen Eisen sehr unterschiedlich. Der Schlägerkopf ist bauchiger und weit nach hinten gezogen. Damit konnte der Schwerpunkt des Schlägerkopfes weiter nach hinten verschoben werden. Bei gleichem Loft z. B. Eisen 4/Hybrid, 22 Grad, ist es wesentlich leichter, mit dem Hybrid den Ball in die Luft zu bekommen. Denn mit dem Hybrid geht das mit einer wesentlich geringeren Schlägerkopfgeschwindigkeit. Das ist ein großer Vorteil für Amateure, die einfach keine Möglichkeit haben, größere Schlägerkopfgeschwindigkeiten zu entwickeln. 

Hybrids für Amateure

Diese Umstände führen dazu, dass eben die langen Eisen schwer zu spielen sind. Viele Amateure versuchen unbewusst mit den langen Eisen schneller zu schwingen, um größere Weiten zu erzielen. Das funktioniert aber häufig nicht, weil dadurch vor allem die Bälle nicht mehr sauber getroffen werden. Das führt dazu, dass die Bälle getoppt oder dünn getroffen werden und nicht im Sweetspot am Schlägerblatt. Die Schläge gelingen selten perfekt und zur Zufriedenheit des Spielers. 

Ich bin daher der Meinung, dass für Amateure Hybrids von Vorteil sind. Natürlich kann der gute Amateur auch mit langen Eisen ein sehr gutes Spiel schaffen. Wenn man mehrere Spieler im Vergleich betrachtet, so stellt man fest, dass z. B. Eisen 4 mit 22 Grad Loft und ein Hybrid mit dem gleichen Loft auch gleiche Schlag- bzw. Ballflugweiten erreichen.


Vorteil Eisen

Ich spiele keine Hybrids, weil ich mit meinen langen Eisen gut zurechtkomme. Wenn man ein guter Eisenspieler ist, kann man mit den langen Eisen seine Schläge gut variieren. Es geht ja hin und wieder darum, die Bälle flacher oder höher zu spielen, einen Fade oder einen Draw oder was immer zu schlagen. Mit den Eisen funktioniert das gut. Ich spiele auch, wenn es passt, vom Tee oder auch vom Fairway ein Driving Iron. 

Und zum Schluss an dieser Stelle wie immer mein gut gemeinter Rat: Erfahren Sie viele Details zum Thema „Vierer Eisen oder Hybrid?“ vom Teaching Pro Ihres Vertrauens.

Schönes Spiel!


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