Endspiel in Valderrama 17.10.2017

Florian Fritsch
Florian Fritsch
Marcel Siem
Marcel Siem
Martin Kaymer
Martin Kaymer
Bernd Ritthammer
Bernd Ritthammer
Maximilian Kieffer
Maximilian Kieffer
Alexander Knappe
Alexander Knappe
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Sotogrande, Spanien - Während Maximilian Kieffer und Marcel Siem ihre Tour-Karten so gut wie sicher haben, müssen Florian Fritsch, Bernd Ritthammer und Alexander Knappe kämpfen. Ein Überblick vor dem Endspiel im Abstiegskampf der European Tour in Valderrama.

Zerkauen und ausspucken könne der Platz in Valderrama selbst die Top-Spieler, so erklärte es Florian Fritsch zu Wochenbeginn auf Facebook treffend. Das Andalucia Valderrama Masters, ausgetragen auf dem Ryder-Cup-Platz von 1997 und veranstaltet von der Sergio Garcia Foundation, ist für einige Teilnehmer ein Endspiel. 

Viele Spieler müssen in dieser Woche auf dem Parkland-Klassiker mit all seinen engen, von Korkeichen gesäumten Spielbahnen gute Leistungen abliefern, wollen sie auch im nächsten Jahr noch auf der European Tour abschlagen. Fritsch ist einer von ihnen. In diesem Jahr gibt es zwei Möglichkeiten, sich die Tour-Karte zu sichern. Entweder eine Platzierung in den Top 100 der Geldrangliste (Race to Dubai) oder unter den Top zehn der sogenannten Access Points List, einer Rangliste, die das Preisgeld der lukrativen und schwer zugänglichen Events (WGC-Turniere, Masters, PGA Championship, Rolex Series) ausklammert.

Siem profitiert von zusätzlicher Rangliste

Zweitere Option dürfte für Fritsch realistischer sein. Aktuell belegt er den 16. Rang der Access Points List, 30.000 Euro fehlen aktuell auf den Nichtabstiegsplatz. Etwas größer ist der Abstand im Race to Dubai (Rang 112, knapp 50.000 Euro Rückstand). 333.330 Euro erhält der Sieger von Valderrama, ein alleiniger zehnter Rang würde etwa 40.000 Euro in die Kasse spülen. Dabei ist Fritsch natürlich auch von den Leistungen der Mitstreiter um die begehrten Tour-Karten abhängig.

Bernd Ritthammer (125. im Race to Dubai) und Alexander Knappe (139.) müssten beim Finale in Spanien ganz vorne auf dem Leaderboard anklopfen, um sich die Spielberechtigung für die European-Tour-Saison zu sichern.

Weniger Sorgen hat Marcel Siem. Der Deutsche liegt zwar auf dem 96. Rang im Race to Dubai und läuft Gefahr, durch einen verpassten Cut aus den Top 100 zu rutschen, hat aber in diesem Fall beste Chancen, durch eine sehr gute Position in der Access Points List - Siem sammelte einen Großteil seines Preisgeldes bei den "kleineren" Turnieren - seine Karte zu behalten. Auf der anderen Seite könnte eine Top-Platzierung den Deutschen sogar noch unter die Top 60 der Geldrangliste spülen, die sich für die Finalturniere des Race to Dubai (Turkish Airlines Open, Nedbank Challenge und DP World Tour Championship) qualifizieren. Gleiches gilt für Maximilian Kieffer als Nummer 82 im Race to Dubai, der seine Karte für 2018 ebenfalls bereits sicher hat.

Heisele nicht dabei

Martin Kaymer (41. im Race to Dubai), der kurzfristig für das Turnier in Valderrama gemeldet hatte, hat seine Teilnahme an den Finalturnieren bereits sicher. Sebastian Heisele hat den Kampf um den vorzeitigen Klassenerhalt bereits aufgegeben und spielt in dieser Woche in China auf der Challenge Tour. Allen Spielern, denen der direkte Verbleib auf der European Tour nicht gelingt, bietet sich beim Finale der Q-School in Lumine ab dem 11. November eine weitere Chance, sich Spielberechtigung für die European Tour zu sichern. Allerdings nicht in einer gleichwertigen Kategorie, was den Zugang zu einigen hochklassig besetzten Events erschwert.

Im Feld stehen neben den sechs deutschen Teilnehmern auch Topstars wie Gastgeber Sergio Garcia, Jon Rahm oder auch Padraig Harrington.
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