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Kein Happy End 20.11.2019

VERPASST Hurly Long fehlt ein Schlag zum möglichen Aufstieg in die European Tour
VERPASST Hurly Long fehlt ein Schlag zum möglichen Aufstieg in die European Tour
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Die Final Qualifying Stage der European Tour Q-School bringt keinem der acht gestarteten Deutschen die volle Tourkarte für die European Tour 2020.




Wäre es ein Märchen, würde es heißen "Und 2020 spielten sie glücklich und zufrieden auf der European Tour". Aber es ist kein Märchen sondern die Realität. Und deshalb hieß es zum Ende der Final Qualifying Stage im Lumine Golf Club, dass keiner der acht gestarteten Deutschen den Sprung auf die European Tour 2020 geschafft hat.

Auch wenn Nicolai von Dellingshausen, Hurly Long und Marcel Schneider äußerst aussichtsreich in den Finaltag gestartet waren, schaffte es am Ende keiner der drei, sich im Endklassement unter den besten 25 zu platzieren und die volle Tourkarte für die European Tour zu lösen. Long fehlte ein Schlag, von Dellingshausen und Schneider fehlten – genauso wie Marcel Siem – am Ende drei Schläge.

Für Siem hieß es von Beginn an, alles auf eine Karte zu setzen. Zwölf unter Par war die zu erwartende Marke, um sich am Ende unter den Top 25 (und Geteilten) zu platzieren, und eine volle Tourkarte (Kategorie 17) für die European Tour 2020 zu erhalten. Es brauchte also eine 65 (-6), um sich die Tourkarte zurück zu holen. Trotz eines Doppel-Bogeys auf seinem dritten Loch des Tages war Siem zwischenzeitlich ganz nah dran am Ziel. Nach 13 Löchern lag er vier unter Par für den Tag. Das hohe Risiko wurde auf den letzten Löchern mit einem Bogey auf der Acht – seiner Bahn 17 – bestraft und machte die letzte Hoffnung zunichte.

Von Dellingshausen und Schneider hielten sich über die erste Hälfte der Finalrunde gut im Rennen, verloren aber mit zu vielen Schlagverlusten auf den Back Nine den Kampf gegen den Platz und um die "Erstklassigkeit" in der kommenden Saison. Sowohl von Dellingshausen als auch Schneider und Siem schloßen die Final Qualifying Stage auf dem geteilten 38. Rang (-9) ab.

Das bitterste Ende des deutschen Quartetts hatte Long. Trotz eines starken Finishs mit zwei Birdies auf den Löchern 17 und 18 fehlten dem jungen Deutschen, der vor wenigen Wochen die Pro Golf Tour gewonnen hatte, ein Schlag zum Aufstieg in die erste Liga. Gerade auf den Front Nine war ihm zu wenig gelungen, um die beiden frühen Schlagverluste auf den Back Nine ausgleichen zu können. Mit elf unter Par landete Long schlussendlich auf dem geteilten 29. Rang.

Schwacher Trost
Ein kleines Trostpflaster bleibt allerdings. Durch das Überstehen des Cuts bei der Final Qualifying Stage im Lumine Golf Club erhalten von Dellingshausen, Long, Schneider und Siem eine kleine Spielberechtigung (Kategorie 22) für die European Tour 2020. Diese bringt etwa eine Handvoll Starts mit sich und damit zwei Möglichkeiten: Zum Einen, um weitere Erfahrungen in der ersten Liga sammeln zu können und die – wenn auch kleine – Chance, sich über eine Top-Platzierung für weitere Einladungen zu empfehlen.

Den Cut nach vier Runden bei der Final Qualifying Stage im Lumine Golf Club hatten Thomas Rosenmüller, Max Rottluff, Bernd Ritthammer und Max Schmitt verpasst.

Den souveränen Sieg im Lumine Golf Club trug der Däne Benjamin Poke davon, der mit 25 unter Par – und sechs Schlägen Vorsprung auf den Zweitplatzierten – die Final Qualifying Stage für sich entschied. Unter den Aufsteigern 2020 befinden sich bekannte Namen wie Grégory Havret (3 Siege auf der European Tour zwischen 2001 und 2008), S.S.P. Chawrasia (4 Siege zwischen 2008 und 2017) und Alejandro Cañizares (2 Siege zwischen 2006 und 2014).


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