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Finchem macht den Security-Check 03.03.2014

Tim Finchem, PGA Tour Commissioner
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GOLF TIME USA-Korrespondent Dominik Krautschun versorgt Sie wöchentlich mit News und Geschichten rund um das Thema Golf – direkt aus den Vereinigten Staaten. Diese Woche: Teure Sicherheitskontrollen auf der PGA Tour Jetzt sind die Olympischen Winterspiele in Sochi vorbei - und es ist nichts passiert. Bei Unterhaltungen im Vorfeld der Spiele standen bei vielen US-Amerikanern, mit denen ich regelmäßig auf dem Golfplatz stehe, nicht die Medaillenchancen der verschiedenen Nationen oder die tollsten Wettbewerbe im Vordergrund – die größte Sorge meiner Mitspieler galt einem möglichen Terror-Anschlag bei den Spielen. Zum Glück ist nichts passiert. Doch die Angst vor einem weiteren Terroranschlag in den USA, erst vor kurzem waren ja in Boston zahlreiche Opfer zu beklagen, ist auch in den Büros der Verantwortlichen der PGA Tour zu spüren. Und das nicht erst seit Boston. Bei der 1996 NEC World Series of Golf in Akron, Ohio, explodierte auf dem Firestone Country Club eine Bombe im Papierkorb am ersten Abschlag. Über dieses Ereignis wurde damals in der nationalen Presse kaum berichtet. Damals wurde niemand ernsthaft verletzt – aber die Tour arbeitete von diesem Zeitpunkt an intensiv daran, die Sicherheitsvorkehrungen für alle Beteiligten zu verbessern. Nach den Anschlägen von Boston fand in diesem Winter ein weiteres Treffen unter der Leitung von PGA Tour Comissioner Tim Finchem statt, auf dem diskutiert wurde, wie man die Sicherheit der PGA Tour-Spieler und der Besucher der Turniere besser garantieren könne. Bei den Beratungen wurden neue, hohe Sicherheitsstandards – vor allem im Bereich der Zuschauerüberwachung und -kontrolle gesetzt. Diese aufwendigen Standards haben jedoch dazu geführt, dass Turnierveranstalter – selbst an den Dienstagen vor einem Turnier, eigentlich ein lockerer Trainingstag für die Pros und für die Veranstalter ein überschaubares Zuschaueraufkommen – nun an diesen Terminen die gleichen Sicherheitsvorkehrungen einhalten müssen, wie z.B. an einem Finaltag. Prinzipiell ist es das gleiche Prozedere, wie ein Security Check auf einem US-Flughafen. Finchem ist der Meinung, dass er den richtigen Weg eingeschlagen hat, denn: "Bei keiner anderen Sportart sind die Sportler so vielen Gefahren ausgesetzt, wie Golfer bei einem Turnier auf einem Areal, das 200 Hektar umfasst und auf dem sich 40.000 bis 50.000 Zuschauer befinden." Für die Veranstalter kosten diese zusätzlichen Sicherheitskontrollen natürlich auch viel Geld. 15.000 bis 20.000 Dollar pro Tag muss ein Turnierveranstalter investieren, um die Sicherheitsvorgaben der PGA Tour umsetzen zu können. Manchen Clubs ist das zu viel Geld. Für die Handvoll Zuschauer, die meist an einem Dienstag die Proberunden der Pros verfolgen wollen, würde sich das nicht lohnen. Daher hat dieses Jahr der Riviera Country Club den Anfang gemacht und im Rahmen der Northern Trust Open die Öffentlichkeit von den Proberunden am Dienstag ausgeschlossen. Knapp zehn Turniere auf der PGA Tour werden dieses Jahr ebenfalls so verfahren. Was meinen Sie? War das ein richtiger Schritt von Tim Finchem, die Sicherheitsstandards so zu erhöhen – dass er dadurch das Risiko eingeht, Zuschauer zu verlieren? Schreiben Sie mir: [email protected] Ausgewählte Beiträge werden hier veröffentlicht. Dominik Krautschun, Jahrgang ‘70, lebt in Naples, Florida, der "Golf Capital of the World". Der Schreibtisch des Hcp -4,3-Golfers steht auf der Driving Range des Foxfire Golf & Country Club. © GOLF TIME Verlag GmbH Artikel zu diesem Thema:


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