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Coverstory: Esther Henseleit HEISSES EISEN
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Mut zur Lücke 29.10.2019

Mut zur Lücke: Fairwayholz, Hybrid und Co.
Mut zur Lücke: Fairwayholz, Hybrid und Co.
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Fitting-Experte Marco Burger verschafft einen Überblick über die richtige Entscheidung bei Fairwayholz, Hybrid und Utility-Eisen.

Marco Burger ist ehemaliger Plus-Handicapper, hat Biomechanik an der TU München studiert und ist einer der Gründer von Hole-in-One-Fitting in München.


Bei der Arbeit in unserem Fitting-Studio stellen wir immer wieder fest, dass Golfer keine genaue Vorstellung davon haben, wie sie die Lücke zwischen ihren längsten Eisen und dem Driver schließen sollen. 

Nirgendwo sonst ist die Auswahl so groß wie beim Übergang von mittleren Eisen zu Hölzern. Auch gibt es immer wieder Verwechslungen beim Unterschied zwischen Fairwayholz, Hybrid und Utility-Eisen. Daher wissen viele Golfer nicht, welcher Schläger am besten zu ihrem Spiel passt und wie sie sich entscheiden sollen. 

Das Ergebnis sind unnötige Schläger, die selten zum Einsatz kommen, und ausgelassene Chancen, um die passenden Schläger für unterschiedliche Situationen und Distanzen im Bag zu haben. Das wollen wir mit dem folgenden Text ändern und erklären die Eigenheiten und Einsatzgebiete der sogenannten „Transportschläger“. 

Bekannte Vertreter

Fairwayhölzer sind die bekanntesten Vertreter in Sachen Transportschläge. Sie besitzen meist einen flachen, mittelgroßen Kopf, wodurch sie sich sowohl vom Tee als auch vom Boden spielen lassen. 

Ein wichtiger Faktor ist allerdings, dass der Ball gut liegen sollte. Gerade Spieler mit geringer Schlägerkopf-Geschwindigkeit profitieren von der Flughöhe von Fairwayhölzern; allerdings nur wenn der Loft passt. Oft sehen wir nur einen geringen bis gar keinen Distanzgewinn zwischen einem Holz 3 mit 15 Grad Loft und einem Holz 5 mit 19 Grad. 

Hybrid liegt dazwischen

Bei der Kopfgröße liegt das Hybrid zwischen Fairwayholz und Utility- Eisen. In der Regel ersetzt es die langen, schwierig zu spielenden Eisen. Durch seine Konstruktion und die einfachere Spielbarkeit fliegt ein Hybrid in der Regel etwas weiter als das entsprechende Eisen. 

Der schwere Kopf sowie der tiefe Schwerpunkt unterstützen zudem eine hohe Flugbahn. Gerade Spieler mit einer Tendenz zum Slice sollten diesen Schlägertyp bevorzugen. 

Zusatz-Option: Utility Eisen

Das Utility-Eisen ist der am wenigsten bekannte Transportschläger. Im Grunde handelt es sich um ein Eisen mit besonders breiter Sohle und meist einem größeren Cavity. 

Das macht die Utilities deutlich fehlerverzeihender als normale Eisen. Mit ihrer eher geringen Flughöhe und niedrigen Spin-Raten sind sie eine gern gewählte Alternative für bessere Spieler mit hoher Schwunggeschwindigkeit. 

Egal, ob Fairwayholz, Hybrid oder Utility-Eisen: Um sicher zu sein, dass der Transportschläger langfristig gute Ergebnisse liefert, ist ein ordentliches Fitting Grundvoraussetzung. Gerade die Lofts müssen passend gewählt werden, um gleichmäßige Gaps zu erzeugen. 

Als Richtwert ist eine Vier-Grad-Abstufung von Schläger zu Schläger anzupeilen. Außerdem empfehlen wir eine Zusammenstellung aus mehreren der vorgestellten Varianten; z. B. mit Fairwayholz und Hybrid. Das machen nicht nur viele Tour-Spieler so, es eröffnet auch mehr Möglichkeiten auf dem Platz. 


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Kommentare 1 Bitte registrieren (erstmalig) Sie sich bzw. loggen Sie sich ein, um einen Kommentar zu schreiben
german 18.03.2020, 18:57

Wo finde ich Testergebnisse von Robotest. Seite robotest.com ist nicht zufinden. Gruß Wilfried Averhoff

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