Frischer Wind 15.04.2017

Evelyn Weichselgartner
Hat seit 2016 fest die Zügel in der Hand: Golf Valley- Geschäftsführerin Evelyn Weichselgartner
Golf Valley München
Die Qualität des Platzes und der Grüns steht über allem im Golf Valley München
Golf Valley München
Tolles Links-Course-Design und -Ambiente im Golf Valley München
Otto Koch (l.), Markus Kemeter
Otto Koch (l.) und Geschäftspartner Markus Kemeter haben ab 2017 die Leitung des Restaurants im Golf Valley München übernommen
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Neue Geschäftsführung, neue Gastro, neuer Head-Pro: Der Club im Münchner Südosten geht in die Generaloffensive.

Zugegeben: Neue Geschäftsführung ist im Grunde nicht ganz richtig – bereits Anfang 2016 erfolgte die Aufnahme von Evelyn Weichselgartner an die Seite ihrer Mutter Alexandra in die Geschäftsleitung des familiengeführten Vorzeigeclubs Golf Valley München, rund 20 Minuten südöstlich der bayerischen Landeshauptstadt gelegen. Seitdem hat die 30-Jährige viel bewegt oder zumindest auf den Weg gebracht. 

Während Vater Michael, Präsident des Golf clubs München Valley e. V., sich inzwischen voll die Verantwortung für die konstante Pflege und Instandhaltung der 27 Championship-Löcher sowie des 9-Loch-Golfparks, die das weitläufige Clubhaus in Schleifen umgeben, auf die Fahne geschrieben hat, sind es ein paar nicht unerhebliche Weichen, die unter der Führung von Tochter Evelyn während der vergangenen Wintermonate gestellt wurden. Alle mit dem einen Ziel, das qualitative Standing des Clubs noch weiter nach vorne zu treiben, noch mehr Service für die Mitglieder anzubieten und letztlich auch, sich damit insgesamt noch attraktiver für Neumitglieder zu machen. 

Herausforderung

Denn die sind, und das weiß nicht nur Weichselgartner, die „goldene Währung“ im Golfclub-Geschäft: Vollmitglieder. Die Mitglieder also, die mit ihren „vollen“ Jahresbeiträgen jeden Golf-Betrieb am Laufen halten. Fernmitgliedschaften wurden im Golf Valley München daher noch nie angeboten, ganz im Gegenteil. Sie werden mit dafür verantwortlich gemacht, dass die Clubkultur im Generellen leidet, „weil ein Fernmitglied“, so Weichselgartner, „nie so richtig am Clubleben teilnehmen kann und wird, wie das nah ansässige Vollmitglied.“ Hinzu kommt, dass ein Fernmitglied letztlich dem anbietenden Golfclub nur wenige Euro in die Taschen spült. Das meiste an dem Jahresbeitrag, der bereits bei 200 Euro ansetzt, bleibt in den Taschen der diversen Anbieter für Fernmitgliedschaften. 

„Der Club mag zwar ein paar Euro verdient haben, er hat aber gleichzeitig auch dafür gesorgt, dass einem anderen Golfclub ein potenzielles Vollmitglied verloren gegangen ist“, so Weichselgartner. 

Was ist die Alternative? Letztlich muss jeder Golfclub für sich selbst entscheiden, wofür er steht. Natürlich kommt man inzwischen auch im Golf Valley München nicht mehr darum herum, alternative Mitgliedschaftsformen anzubieten. So gibt es seit Kurzem eine „Golfpark Plus“-Mitgliedschaft oder den „Golfpass für Wenigspieler“, mit dem man im Golf Valley München gezielt an Fernmitglieder, aber auch Mitglieder der VcG, herantritt, die in einem Umkreis von 70 Kilometern zur Gemeinde Valley – daher auch der Name der Anlage – wohnen.

Neuerungen

Veränderungen gab es über die Wintermonate zur Genüge. Die wohl gravierendste ist die Neuverpachtung des Restaurants. Und da hat Weichselgartner einen echten Coup gelandet: Mit Otto Koch und Geschäftspartner Markus Kemeter zieht zum Saisonstart 2017 Sterne-prämierte Küche ins Golf Valley München ein. Koch, der mit seinem ersten eigenen Restaurant, dem „Le Gourmet“ auf der Münchner Theresienhöhe, bereits 1976 mit einem Michelin-Stern ausgezeichnet worden war, wirkte seitdem in zahlreichen TV-Kochsendungen mit und betrieb zuletzt das „Restaurant 181“, hoch oben auf dem Münchner Olympiaturm. 

Beide sind leidenschaftliche Golfer und werden die Gäste im Golf Valley mit „regionaler Küche, Bodenständigkeit, Qualität, aber auch mal etwas Besonderem“ verwöhnen, so der neue Chef. Zudem wird es ein spezielles „Golf & Dinner“-Angebot geben; das allerdings zunächst nur freitags, samstags, sonntags und an Feiertagen. 

Veränderungen gab es aber nicht nur im Clubhaus – hier wurde der Betrieb des Pro-Shops an den externen Dienstleister Golfshop.de ausgelagert –, auch am Trainerstab wurde eifrig gefeilt: Seit diesem Jahr hat Danny Wilde, ehemaliger Trainer und Coach von Martina Eberl, Maria Verchenova und Alex Cejka, sowie zuletzt als Headcoach des Herren- und Jugendteams des GC St. Leon-Rot tätig, die Position als Sportlicher Leiter und Head-Pro im Golf Valley München übernommen. 

Ihm zur Seite stehen bei der Betreuung der Clubmitglieder und Gäste die Fully Qualified Professionals Lars Söderström, Mark Duncan, Bill Pringle, Marco Bräuninger sowie mit Sebastian Kannler ein ehemaliger DGV-National- und Challenge-Tour-Spieler. 

Und das ist auch gut so, denn der Leistungssport wird im Golf Valley seit jeher groß geschrieben: Insgesamt acht Mannschaften aller Altersklassen vertreten den Club in diversen Ligen. Auf der Agenda steht daher mittelfristig auch der Aufbau eines Leistungszentrums rund um das schon jetzt spektakuläre Übungsareal des Clubs – inklusive Flutlicht, wohlgemerkt.

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